Na Servus! – Das war der August 26

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Der deutsche Michel neigt zur Hysterie, nimmt aber auch im August die Zipfelmütze nicht ab. Hitzestau zwischen den Ohren ist die Folge. Kommt dann noch Brandstiftung dazu, dreht er durch. Er rechnet Niedrigwasser zur Klimakatastrophe. Früher gab es auch Trockenheit, aber eher im Winter, weil der Regen als Schnee liegen blieb. 

Dann noch die Sache mit den Hitzetoten: Die Zahl bezeichnet nicht die Summe der kausal an Hitze Verstorbenen, sie ist vielmehr ein statistischer Wert für die immer schon übliche, leicht erhöhte Sterblichkeit kranker und alter Menschen im Sommer. Die Wissenschaft nennt das Harvesting-Effekt: Schnitter Tod mäht früher. 

Umgekehrt bewirkt die Klimaerwärmung auch mildere Winter. Weniger Menschen sterben vorzeitig an Erkältungskrankheiten. Im Winter ist der Gewinn sogar statistisch deutlich größer als der Verlust im Sommer. Das aber will niemand hören, der das Wetter zur Propaganda benötigt.

Gegen das Aufheizen von Altersheimen und Krankenhäusern helfen weltweit Klimaanlagen, nur nicht in Deutschland. Dazu bräuchte man preiswerten Strom, den Atomkraftwerke erzeugen könnten, den die Klimahysteriker mit Inbrunst ablehnen. Sie behaupten sogar, dass sie wegen der Hitze in den Flüssen gestoppt werden müssten. Fakt ist: In Europa waren von den 165 Kernkraftwerken weniger als zehn Prozent wenige Tage gedrosselt und lieferten weiter Strom auch nach Deutschland.

Die gefährlichste Frau Deutschlands war früher Angela Merkel, weil sie ziemlich gefährliche islamistische Terroristen illegal ins Land ließ. Jetzt sind sie nun mal da. Die gefährlichsten Männer waren Merkelfans. Etwa der Virologe Drosten. Mithilfe seiner falschen Behauptungen wurde das ganze Land lahmgelegt. Zum gefährlichsten Mann Deutschlands wurde jüngst Ulrich Siegmund ernannt, Spitzenkandidat der AfD im Zwei-Millionen-Seelen-Ländchen Sachsen-Anhalt. 

Dass er von dort aus den Marsch auf Berlin antreten wird, hat er zwar nie versprochen, das einstige Sturmgeschütz der Demokratie, der „Spiegel“, kann es auch nicht belegen, ist aber fest davon überzeugt, der neue Führer plant eine Machtergreifung à la ’33. 

Er kandidiert allerdings in einer Veranstaltung, die immer noch als Demokratie bezeichnet wird. Gefährlich? Siegmund will sich, Achtung Zitat Spiegel, „an die Macht lächeln“ und kommt bei den Leuten auch noch gut an! Was kann der Siegmund denn dafür, dass er so schön ist? Was kann der Siegmund denn dafür, dass man ihn liebt? Die Leute tun, als ob die Schönheit ein Vergehen ist, man soll doch froh sein, dass es so was Schönes gibt! 

Nur, so lustig wie in der Operette ist die Politik leider nicht. Zur Politik der AfD gäbe es genug zu sagen. Wer hat sie eigentlich so stark gemacht? Womit wir wieder bei Frau Merkel wären! Zwar kein Mann, aber gefährlich … 

Und wie gefährlich ist eigentlich er, Merz, zurück aus dem Urlaub? Soll das eine Drohung sein? Merz glaubt an historische Beschlüsse, die es nur noch mit Volldampf umzusetzen gelte. Es sind schließlich Riesenbaustellen in diesem Land. Mir kommt es so vor wie auf deutschen Autobahnen: Die Baustelle ist eingerichtet, Fahrspuren sind gesperrt, die Geschwindigkeit ist herabgesetzt, der Verkehr staut sich Kilometer um Kilometer und irgendwo steht sogar ein einzelner Bagger herum, ein paar Arbeiter, aber nicht am Feierabend und nicht am Wochenende. 

Das ist der Klimawandel, tönt Merz. Das klingt nicht nach Politikwandel. Die verheerende Energiepolitik schafft weder Wachstum, noch ist sie ein Mittel gegen die AfD. Im Gegenteil. Daran, dass es wärmer wird, zweifelt ja niemand. Die Zweifel gelten der irrigen Hoffnung, es lasse sich mit Überregulierung und Sozialismus verhindern. Die Zahl der Zweifler am Kurs des Kanzlers wächst schneller als die Außentemperaturen.

Auch innerhalb der CDU. Das allerdings ist neu. Die Stimmen derer, die es Friedrich Merz nicht zutrauen, auch nur einen Bruchteil seiner Ankündigungen umzusetzen, nehmen zu und werden lauter. Abgeordnete fürchten um ihren gut bezahlten Job. Das einzige, was die schwarzrote Koalition noch zusammenhält, ist die Angst vor Neuwahlen im Bund. Merz aber zweifelt nicht an sich, sondern hat den größten Feind in wörtlich „Verdrießlichkeit, Verdruss, Missmut und Misstrauen“ ausgemacht. So verwechselt er Ursache und Wirkung.

Was wird nicht im schwarzen Sommerloch des Monats verschwinden, sondern Bedrohung bleiben? Im August wurden am Flughafen Leipzig mit Sprengstoff bestückte Drohnen entdeckt. In der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge, beladen mit militärischer Ausrüstung. Niemand bezweifelt ernsthaft, dass Russland dahinter steckt. Hybride Kriegsführung – die Grenze zwischen Frieden und Krieg ist verwischt. Dieser Krieg wird nicht offen erklärt und geführt. Umso schwerer ist es, sich dagegen zu wappnen. Hybride Kriegsführung bedroht die kritische Infrastruktur, die Industrie und nicht nur Drohnen gehören dazu, auch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen. Der hybride Krieg verbreitet Angst, er verunsichert. Ohne großen Aufwand und mit minimalem Risiko schwächt er den Gegner. Die Putinflüsterer in der AfD wollen das nicht begreifen. Die Patentpazifisten bei den Linken erst recht nicht. 

Und dann werden wir uns auch noch lange an Ceuta erinnern müssen. An die spanische Exklave in Afrika, überrannt von Migranten, an ein wehrloses Europa. Nicht bloß eine humanitäre Katastrophe. Ganz weit weg -– hoffen wir! 

Nein, so ist es nicht …

Na Servus!

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