Die Demopublicans und das Haushaltsdefizit
Ist ja interessant! #9
Als Ronald Reagan 1980 zum Präsidenten gewählt wurde, versprach er einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Nach acht Jahren im Amt hinterließ er das bis dahin größte Defizit. Gemessen an dem heutigen Defizit handelte es sich allerdings um Peanuts. Donald Trump hat bereits jetzt die Messlatte für das Defizit der Biden-Jahre mit Bravour gerissen. Auch schon in seiner ersten Präsidentschaft hinterließ er ein höheres Defizit als Obama.
Seit der Zeit von Reagans Präsidentschaft steigt das Defizit exponentiell und zwar unabhängig davon, welche Partei den Präsidenten stellt. Dies unterstreicht meine These, dass politische Ideologien wenig Einfluss auf den realen Gang der Ereignisse haben, die die Staatsgewalt produziert.
Dies gilt ebenfalls für eine Betrachtung der relativen Staatsverschuldung, nämlich gemessen am Bruttosozialprodukt. In der Phase des Zweiten Weltkriegs lag die Staatsverschuldung bei rund 120 Prozent des BSP. Sie sank dann bis Mitte der 1970er Jahre kontinuierlich auf um die 30 Prozent. Mit Ronald Reagan ging es dann wieder steil nach oben.
Eine kurze Erholungsphase gab es Anfang der Nullerjahre im Übergang von Bill Clinton zu George W. Bush, während dessen Präsidentschaft das Defizit kräftig zulegte (Krieg gegen den Terror, gegen Afghanistan, gegen Irak). Obama machte dort weiter, wo Bush aufgehört hat und riss erneut die 100-Prozent-Marke.
Trump nun sprengt alles bisher Dagewesene mit einem Defizit von mehr als 120 Prozent. Krieg kostet Geld. Das ist sehr schlecht für den Wohlstand der Bürger, aber sehr gut für den Magen der Staatsgewalt.
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