Entweder / Oder

Marco Rubio, der Außenminister der USA, hat auf der Pnyx vor dem Hintergrund der Akropolis eine sehr bedeutende Rede gehalten. Ähnlich wie schon Trump und Vance sieht er den Westen am Scheideweg zwischen Selbstbehauptung und Unterwerfung. Resolut bürstet er den antikolonialistischen Zeitgeist gegen den Strich und fordert uns Europäer dazu auf, wieder stolz auf den Westen und seine Herkunft zu sein. Wenn man sich an die Formel des Philosophen Odo Marquard „Herkunft ist Zukunft“ erinnert, dann bedeutet das: Europa hat nur eine Zukunft, wenn wir zur Rettung des Abendlandes bereit sind. Wir müssen das Erbe von Jerusalem, Athen und Rom wieder als unseren Auftrag verstehen.

Wir können stolz sein auf die evolutionären Errungenschaften des Westens in Wissenschaft und Technik, den gesellschaftlichen Fortschritt zu Demokratie, Liberalismus und Kapitalismus und die universalistischen Prinzipien unserer Kultur. All das wird von äußeren und inneren Feinden in einer nie dagewesenen, radikalen Weise in Frage gestellt. Und deshalb gibt es hier keine versöhnende Mitte, keinen Kompromiss, sondern nur ein Entweder / Oder: die Selbstbehauptung der fortschrittlichsten Kultur der Weltgeschichte oder die Unterwerfung unter die Mächte eines neuen Mittelalters. Rubios Rede ist der Aufruf zum europäischen Kulturpatriotismus, der verteidigungsbereit ist.

Stattdessen treibt Europa eine Vergangenheitspolitik, die unsere Geschichte auslöscht. Man könnte sie auf die Formel bringen: „Schämt euch!“. Statt selbstbewusst die Zukunft der Welt im Stile abendländischer Rationalität zu gestalten, ergeht sich unsere Politik in Bußritualen und Entschuldigungen, Unterwerfung unter den Islam und die Dritte Welt. 

Dazu passt, dass sich jetzt in unserer Hauptstadt, ganz ähnlich wie schon in New York, Islamisten und Kommunisten anschicken, die Regierung zu übernehmen. Diese Unterwerfung hat der ehemalige Bundespräsident Wulff 2010 ausgerechnet zum Tag der Deutschen Einheit mit dem Satz ratifiziert: „Der Islam gehört zu Deutschland“. Und seither gibt es nur sehr wenige, die den Mut haben, nein zu sagen. 

Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland. Es gibt nur sehr viele Muslime hier, die sich uns anpassen müssten – nicht wir ihnen. Und wir können auch nichts Wesentliches von den Aborigines oder Inuit lernen. 

Man möchte verzweifelt rufen: Wo ist unser Rubio?

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Der nächste Gang …

1 Kommentar. Leave new

  • Früher war die Selbstbezeichnung für unsere Länder „die freie Welt“.
    Dann „der Westen“.

    „Die freie Welt“ verdeutlicht die Bedeutung der Freiheit für den Einzelnen, und daß man für die Freiheit kämpfen wird. „Der Westen“ klingt neutral, und in der Tat wurden die bürgerlichen Freiheit auch scheibchenweise (-Rakosi mit seiner Salami lässt grüssen) einkassiert. Besonders in der EU.

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