Verleugnung in Politik und Medien

Der politpsychologische Frühstückssmoothie #49

Gefühle und Empörungsreaktionen zählen heute mehr als Argumente und Vernunft. Meinungsfreiheit ist Rechtsextremismus, Krieg ist Frieden, Totalitarismus ist Freiheit usw. – George Orwells 1984 lässt grüßen, aber in verstärkter, extrem verstörender Form für alle, die offenen Geistes sind und nicht die Realität verleugnen. 

Immer wieder und immer häufiger zeigen Gegenwartsmenschen diesen verstörenden Abwehrmechanismus der Verleugnung. Die extremfeministisch geprägte Kultur der Grünen und Linken hat diese Entwicklung miterzeugt und verstärkt, weil ihr extremistisches Weltbild nur dadurch aufrechtzuerhalten ist. 

Für die exponierten Menschen ist es schwer, der propagandastischen Flut an qualitativ problematischem Material der Mainstream-Medien standzuhalten. Journalismus ist zu großen Teilen zu Haltungspropaganda verkommen. Viele Menschen lassen sich in ihrem Denken und ihrer Meinungsbildung unbewusst nachhaltig beeinflussen. Diese Beeinflussung geschieht im Wesentlichen durch die Manipulation der öffentlichen Meinung, die gleichzeitig ganze Meinungskorridore ausschließt und stigmatisiert. 

Ein prominentes Beispiel dafür ist, dass die Denkweisen von mehr als einem Viertel aller Wähler generell als rechtsextrem oder nazistisch verunglimpft werden, anstatt sich inhaltlich mit diesen Denkweisen auseinanderzusetzen. Der hintergründig wirksame Mechanismus besteht vor allem aus: Verleugnung. 

Politische Meinungsmanipulation 

Verleugnung ist ein psychischer Mechanismus, durch den die Wahrnehmung einer schwer erträglichen Realität abgewehrt wird. Der ursprünglich aus der Psychoanalyse stammende Begriff kann sowohl auf individuelles Geschehen als auch auf den gesellschaftlichen Kontext bezogen werden: Im Unterschied zur Verdrängung als Triebabwehr richtet sich die Verleugnung gegen die äußere Realität und ist damit für gesellschaftliche Prozesse von großer Wichtigkeit. 

Wenn Realität gar nicht mehr als solche wahrgenommen oder deutlich verzerrt gespürt wird, ist der Prozess der Verleugnung schon weit fortgeschritten. In diesem Zustand befindet sich die deutsche Gesellschaft derzeit. Verleugnung ist ein angenehmer und leichter Weg der Erleichterung von Spannung und Widersprüchen, aber nur auf die kurze Sicht. Deshalb wird sie von Menschen mit wenig Ambiguitätstoleranz und viel Dummheit und Naivität gerne als bevorzugtes Wahrnehmungsmuster gewählt. 

Auf Dauer werden die Folgen des Verleugnungsprozesses immer schwerwiegender. Dies gilt für Individuen genauso wie für Gruppen und Gesellschaften. Wenn Entscheidungsträger und Führungspersonen in chronische Verleugnung verfallen, wird es für die Gesellschaft auf Dauer gefährlich. 

Was nicht der eigenen Meinung entspricht, wird als Desinformation bezeichnet. Diese besonders bei Linken und Grünen beliebte Strategie ist nichts anderes als infantile Abwehr von Widersprüchen und Ambiguität. In einem von Infantilität dominierten Meinungs- und Mediensystem wird sie nicht sofort als Fehlleistung entlarvt, sondern erhält sogar noch Unterstützung in Form von Denunziations- und Meldeportalen gegenüber kritischen Meinungen. Schon wer sich gegen den vorherrschenden Feminismus kritisch äußert, wird als „misogyn“ stigmatisiert und kann denunziert werden. Dummheit und Anstrengungslosigkeit werden so systematisch belohnt und verstärkt. 

Machtsucht und Konformitätsdruck

Verleugnung ist ein gesellschaftlicher Mega-Prozess, der von Verengung und Blindheit der Wahrnehmung beherrscht wird. Dies zeigt sich in der Folge in der Berichterstattung der Medien und in den Denk- und Handlungsweisen der politischen Eliten. Verleugnung ist sozial ansteckend und erzeugt Konformität und Totalitarismus wie in einer Epidemie. Sie frisst sich durch eine Gesellschaft wir ein Geschwür, insbesondere wenn die freie Meinungsäußerung unterdrückt wird. 

Die von einfältigen oder bewusst manipulativen Medienvertretern lancierten Verleugnungen verbreiteten sich bei vielen Menschen als die richtige Meinung und werden zur Massenmeinung. Aus der Dauerberieselung mit unkritischer und manipulativer Verleugnung erwächst die freiwillige Unmündigkeit der Massen. Ab einem gewissen Grad von Indoktrination und Manipulation vertragen die Menschen die Wahrheit nicht mehr, belügen und täuschen sich regelhaft und wählen unreflektiert Verleugnung und Lüge als einzig mögliche Wahrnehmung. 

Darüber hinaus verbreiten sie die von ihnen geglaubte verdrehte „Wahrheit“ oft auch sehr impulsiv gegenüber Andersdenkenden und Kritikern. Die Verleugnung wird durch Gruppen- und Konformitätsdruck woker Netzwerke angeheizt. Jeder, der ihre Ideologie in Frage stellt – vor allem bei den Themen Migration, Klima, Gender – wird mit Intoleranz, Canceln und bisweilen auch physisch bedroht. Das Ganze nennt sich dann Demokratieförderung, ist aber ein totalitärer Prozess und erinnert zu Recht an den Neusprech von George Orwells „1984”. 

Verleugnung ist um ein Vielfaches einfacher als die Auseinandersetzung mit schwierigen gesellschaftlichen Gegebenheiten. Nicht umsonst zeigt sich Verleugnung auf individueller Ebene besonders häufig als dominantes Wahrnehmungsprinzip bei Suchterkrankungen. Verleugnende Medien- und Politikvertreter zeigen Merkmale suchtkranken Verhaltens in Bezug auf Macht und Wichtigkeit. 

Gegen Verquarkung und Verzwergung

Verleugnung als vorherrschendes Prinzip in Politik und Medien führt zur Verquarkung des öffentlichen Denkens (Meinung), Verlotterung des Bildungswesens und Verzwergung des Wissens über Realität und Geschichte. Sie bringt den Menschen ein dunkles Zeitalter der Herrschaft der Einfältigkeit. 

Verleugnung frisst sich als Denkmuster immer mehr in die Gesellschaft. In Medien, Politik und den Wissenschaftsbetrieb und die Hochschulen. Deshalb braucht es eine Renaissance der Meinungsfreiheit, der Aufklärung und Wissenschaftsfreiheit! 

Immer mehr Menschen erkennen die gefährlichen Verleugnungen in der Gegenwartskultur von Politik und Medien und wenden sich kritischen und tiefenanalytischen Betrachtungen zu. Ein Prozess der Aufklärung 2.0 kann sich so ihren Weg bahnen und destruktive Ideologien, die sich als progressiv und fortschrittlich maskieren, entlarven. 

Eine emanzipatorische Bürgerbewegung zur Sicherung der Meinungsfreiheit und der Freiheit insgesamt ist auf dem Weg. Was gegen Verleugnung hilft: das Streben nach Wahrheit und Klarheit. 

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