Na Servus! – Das war der Januar 26
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Schwindlig könnte einem werden – so rasend dreht die Welt sich um einen Mann, der sich seinerseits um nichts anderes dreht als um sich selbst. Der Nabel der Welt heißt in diesem Januar: Donald Trump!
Wo aber befindet sich das Gehirn dieser Welt? (Falls die Welt nicht den Verstand verloren hat.) Dass Donald Trump den Friedensnobelpreis nicht bekommen hat, nimmt er persönlich. Dann ist er eben nicht mehr nur an Frieden interessiert: America first! Immerhin hat er, von sich selbst berauscht, ein Board of Peace gegründet und sich selbst zu dessen Präsident auf Lebenszeit ernannt. – Da kann die UNO einpacken!
Sie hat zwar noch nie funktioniert, aber etwas Besseres ist uns auch noch nicht eingefallen. In Trumps Friedensrat darf nur Mitglied werden, wer von ihm dazu eingeladen wird. Aufnahmegebühr: Eine Milliarde Dollar. Wer die Aufforderung ausschlägt, wie Frankreich, bekommt 200 Prozent Strafzoll auf Champagner serviert. Oder auch nicht. Man weiß es ja nie, so schnell wie Trump seine Meinung ändert.
So wie mit Grönland: Er will es haben. Da war nur noch die Frage: kaufen oder erobern? Bis Trump merkte, dass sich seine alten Freunde und Bündnispartner mit Zöllen nicht erpressen lassen. – Dann eben nicht!
Das atlantische Bündnis bleibt trotzdem beschädigt. Der alte Westen ist zerbrochen. Immerhin ist es Trump gelungen, faul und dekadent gewordene Europäer aufzuwecken. Sie müssen sich um ihre Sicherheit künftig selbst kümmern. Das Lied, mit dem sie ihre Stärke besingen, ja, es klingt nach Pfeifen im Wald.
Aber noch immer sind sie gefesselt, ein gefesselter Riese, von sich selbst gefesselt: zu viel Staat, zu viel Sozialstaat, vor allem zu viel Bürokratie in Brüssel und Berlin. Es wird nicht genügen, die Gemeinschaft auf Gipfelkonferenzen zu feiern, solange sie sich nicht selbst reformiert hat. Aber danach schaut’s nicht aus.
Gestartet ins neue Jahr ist Trump mit der Festnahme und Entführung des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro. Die Oppositionsführerin María Machado war so dankbar, dass sie gleich ihre Nobelpreismedaille Trump überlassen hat. Nützt aber nichts: Trump dealt lieber mit dem alten Regime, nur eben nicht mit Maduro. Nicht nach Demokratie steht ihm letztlich der Sinn, sondern nach Öl und nach Hegemonie in dem, was er seine Hemisphäre nennt.
So wie ja auch Putin in Einflusszonen denkt. Die zunehmend globalisierte Welt, sie ist von gestern. Aus der Monroe-Doktrin von 1823 wurde die Donroe-Doktrin. Donald Trump steht eben mit beiden Beinen fest in der Vergangenheit.
Aber das tut ja sogar das Wetter! Man möchte es nicht glauben, aber tatsächlich ist ein klirrender Winter noch immer nicht von gestern. Der Klimawandel pausiert – ausgerechnet jetzt!
In der Ukraine kämpft Väterchen Frost auf der Seite Putins wie einst an der Seite des Zars gegen Napoleon. Man sollte sich also ganz warm anziehen und an alte Zeiten erinnern.
Wie war das einst mit der RAF? In Deutschland schlagen ja jetzt nicht zum ersten Mal Ökoterroristen zu. 100.000 Berliner frieren nach einem Kabelbrand fünf Tage lang, weil störanfällige Stromleitungen nicht geschützt werden. Villenbewohner, auf die das alles zielt, ziehen für ein paar Tage ins Hotel, das sich andere nicht leisten können. In Berlin wird Inkompetenz mit Leichtlebigkeit verwechselt. Ist ja egal.
Vor links grünem Klimaterrorismus wird seit Jahren gewarnt. Gerichte und Verfassungsschutz aber behandelten Klimakleber mit Verständnis: Sie wollen doch nur Gutes! – War das noch Toleranz oder schon Dekadenz? Der Staat ist jedenfalls ganz auf den Kampf gegen Rechts fixiert. Die Polizei tappt vollkommen im Dunklen. Stromausfall auch in den Köpfen.
Die Fahndungsplakate zeigen kein einziges Gesicht der Vulkanbande. Stattdessen pflanzt Berlin mit Milliarden aus dem Sonderschuldentopf des Bundes 100.000 neue Bäume. Wegen der Klimakatastrophe.
Na servus!
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