Bilderpolitik
Diesen Text gibt es auch als Episode im Podcast des Sandwirts: Hier.
Aus Minnesota gab es schreckliche Bilder von Übergriffen der von Trump eingesetzten Ordnungskräfte, die in zwei Fällen stark nach Hinrichtung aussahen. ICE ist eine Spezialeinheit, die irgendwo zwischen Polizei und Militär angesiedelt scheint. Präsentiert wird sie uns von den Medien als neue Gestapo, was dann im Analogieschluss aus Trump den neuen Hitler macht.
Wir haben es hier mit einem typischen Beispiel für den Doppelstandard, die Doppelmoral der Medien zu tun. Während die Gewalt von Migranten immer als Einzelfall dargestellt wird, soll es sich bei der Gewalt der Polizei immer um systematisches Vorgehen handeln.
Worum geht es auf den Straßen von Minneapolis in Wahrheit? Die bei den letzten Wahlen gedemütigten Demokraten kämpfen gegen die Republikaner. Es geht schlicht um die Frage: Abschiebung illegaler und krimineller Migranten – ja oder nein? Die gefährlichsten Gegner von ICE sind nämlich nicht die illegalen Migranten, sondern die linken Aktivisten, die einen gut organisierten Widerstand pro Massenmigration leisten.
Dass das so gut funktioniert, liegt an einem Phänomen, das man Bilderpolitik nennen könnte. Historisch begann die Bilderpolitik wohl mit den Fernsehübertragungen aus Vietnam. Wir kennen sie spätestens seit Angela Merkels Angst vor den Bildern an den Grenzen Deutschlands zurückgewiesener Asylanten. Das aktuelle amerikanische Muster ist natürlich George Floyd – ein Kleinkrimineller, der zur Ikone des Kampfs gegen den Rassismus wurde.
Gegen Bilder und Videos kann man nicht anargumentieren. Zumeist zeigen sie weinende Frauen und verletzte Kinder – so seit Jahren aus Gaza. Da wirkt es geradezu unmenschlich, Sachargumente vorzubringen. Solche Bilder lassen sich dann auch leicht politisieren.
Für die orientierungslose amerikanische Linke sind sie wohl die letzte Waffe im kulturellen Bürgerkrieg. Sie ermöglichen eine kollektive Halluzination des Faschismus. Und bei uns macht es die Antifa nicht anders. Da kann man nur die Nüchternheit der Dänen bewundern, deren sozialdemokratische(!) Ministerpräsidentin die Notbremse im rasenden Zug der Massenmigration ziehen kann, ohne das Label „faschistisch“ zu bekommen.
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