Sandkörner #21
Deutschland hat ein Preis-Leistungs-Verhältnis wie eine Nespresso-Kapsel.

Daß Gerichte sich jetzt mit dem Mißbrauch des sogenannten Selbstbestimmungsgesetzes befassen, impliziert die absurde Annahme, es könne grundsätzlich eine Anwendung dieses Gesetzes geben, die nicht mißbräuchlich sei.

Die ostentative Thematisierung virtueller Verbalgewalt im Netz entfaltet sich proportional zum absichtsvoll-systematischen Verschweigen der realen Gewalt auf unseren Straßen.

Nachdem die Linke alle Grenzen eingerissen hat – Grenzen der Staaten, Grenzen des Anstands und der Moral, Grenzen des Eigentums, ja sogar die eherne Grenze der Geschlechter – fordert sie engere Grenzen der Meinungsfreiheit, auf daß dieser ganze Irrsinn nicht benannt werde.

Es wäre viel gewonnen, wenn in Deutschland Historik nicht immer wieder in Hysterik umschlüge.

So wie Blitzschutz unser Haus vor Blitzschlag und Brandschutz vor Feuersbrunst schützt, schützt der Verfassungsschutz die ungestörte Arbeit unserer Regierung vor der Verfassung.

Wir haben die finstre Antike, da Menschen, die sich verschuldet hatten, gar samt ihren Kindern zu Sklaven wurden, glücklich hinter uns gelassen. Heute überschulden sich fortschrittliche Staaten und versklaven damit ihre Bürger, deren Kinder, Enkel und Urenkel.

Das Geld für Schloß Bellevue ist zum Fenster hinausgeworfen, wenn Regierung und Parlament nicht bei jedem Gesetz, das sie schmieden, bei jedem Handel, den sie erkungeln, zittern müssen, ob der Bundespräsident ihnen nicht einen dicken Strich durchs Kalkül macht.

Die deutsche Klimapolitik ist zu unentschlossen, zu zaghaft, zu halbherzig. Für ein lebenswertes Deutschland ist ein 1,5-Grad-Ziel nicht sonderlich hilfreich. Ein 10-Grad-Ziel wäre das mindeste.

Ein Staat, der Leute einbürgert, die illegal ins Land eingedrungen sind, ist wie eine Frau, die ihren Vergewaltiger heiratet in der Hoffnung, ihn irgendwann schon noch zu bezähmen.

Allein die mentale Verrenkung, eine Organisation als »gesichert extremistische Bestrebung« einzustufen – also Strukturen als Bestrebungen zu bezeichnen – offenbart eine solche Unschärfe des Denkens und Unfähigkeit zu systematischer Stringenz, daß man es sich getrost sparen kann, die Begründung zu lesen.

Im Grunde geht es bei der Deindustrialisierung Deutschlands für die 1,5-Grad-Grenze um das hehre Ziel, daß in Chemnitz (mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 8,6 °C) niemals so ein Klima herrschen möge wie zum Beispiel in Leipzig (10,2 °C) oder, horribile dictu, gar im Höllenloch Karlsruhe (11,2 °C).




