Macht den Mund auf, Männer!

Der politpsychologische Frühstückssmoothie #52

Männer reden viel zu wenig: über sich selbst, ihre Emotionen und ihre Kränkungen und Probleme. Reden im Sinne von Selbstreflexion kommt zu kurz. Auch in den einschlägigen Medien sprechen Frauen mehr über Männer als Männer über Männer. Die entsprechenden Artikulationen sind dementsprechend oft nicht empathisch und zutreffend, leider oft auch wenig respektvoll und in den letzten Jahren zunehmend extrem und radikalisiert: Wenn über Männer gesprochen wird, dann geschieht dies in den Medien fast nur noch in negativer, abwertender Weise und voller Hetze. 

Die kanadischen Forscher Paul Nathanson und Katherine K. Young (McGill University) haben dies schon seit den 1990er Jahren beobachtet. Sie beschreiben, wie Misandrie (die Verunglimpfung und der Hass gegenüber Männern) mehr und mehr gesellschaftsfähig wurde, von bestimmten feministischen Zirkeln proaktiv verbreitet wurde und sich schließlich in den Medien etablierte. Dieser Prozess dauerte Jahrzehnte und ist heute in seiner kritischen Endstufe angekommen, in der Mannsein in weiten Bereichen ein Geschlechtsstereotyp für Toxizität, mangelnde Sensibilität, Gewalttätigkeit und emotionale Zurückgebliebenheit darstellt. 

Wenn heutzutage Männer pauschal verunglimpft werden, wie in vielen Medien anlässlich der Fernandes-Kampagne, ist es Zeit, Misandrie sichtbar zu machen und dagegen Standpunkt zu beziehen. Dass sich etliche männliche Journalisten in Leitmedien selbst bezichtigt haben, Mann zu sein und damit schon eine Gefahr darzustellen, zeigt, wie weit die geistige und emotionale Verwirrung inzwischen schon fortgeschritten ist. 

Dass Männer über Frauen sprechen, geschieht so gut wie gar nicht mehr. Dies gilt dann als patriarchalisch, übergriffig und misogyn. Damit wurde der zwischengeschlechtliche Diskursraum erheblich eingeschränkt und ist praktisch zur Einbahnstraße geworden. Wenn Männer über Frauen sprechen, dann nur im ganz kleinen Kreis.

Die Relationen zwischen den Geschlechtern haben sich vollkommen verschoben. Es ist nicht nötig, dies gut zu finden, weil es Ausdruck eines ungesunden Ungleichgewichts ist, genau wie es das vor Jahrzehnten andersherum war. 

Überhaupt sind Wahrnehmung und Kommunikation in Bezug auf Menschen völlig hypersexualisiert, während gleichzeitig die biologische Zweigeschlechtlichkeit von woken Ideologen lautstark abgelehnt wird. Die Kommunikation und Forschung zu zwischengeschlechtlichen Interaktionen ist so hoch emotionalisiert und ideologisiert, dass viele – vor allem männliche – Wissenschaftler davon Abstand nehmen, sich in diesem Bereich zu engagieren. Es könnte ein Karrierekiller werden.

Mögen Frauen keine Männer?

Männer und Frauen stehen in ihrer Mehrheit positiv zueinander. Dies macht sowohl evolutionspsychologisch als auch gesellschaftlich großen Sinn. Denn um gesellschaftliche Stabilität zu erhalten, braucht es Familien, Partnerschaften und Fortpflanzung. Dieser gesellschaftliche Konsens wird jedoch immer fragiler. 

In einer aktuellen Befragung in Großbritannien, die im „New Statesman“ veröffentlicht wurde, gaben gaben 72 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen an, dass sie dem anderen Geschlecht positiv gegenüberstehen. 21 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen schilderten ihre Einstellung als neutral. Aber – und das ist bedenklich – 7 Prozent der Männer sagten, dass sie den Frauen negativ gegenüberstehen, während dreimal so viele Frauen (21 Prozent), betonten, dass sie den Männern mit einer negativen Einstellung begegnen. 

Hier wird die jahrzehntelange misandrische Propaganda gegenüber Männern und Männlichkeit deutlich, weil so viele Frauen nicht persönlich negative Erfahrungen mit Männern gemacht haben. Viele übernehmen also eine medial verbreitete Haltung. 

Der moderne Mann wird öffentlich als Mängelwesen porträtiert. Ein Wesen, das ständig korrigiert, therapiert und umerzogen werden muss. Das ist jedoch keine wissenschaftliche Erkenntnis, sondern politisch motivierte Propaganda. Dies zu erkennen, ist der erste Schritt zur Veränderung. 

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Männer sind anders als Frauen, jeder Mann ist anders als andere Männer und – vor allem – sind Männer genauso voller Fähigkeiten, Möglichkeiten und Problemen wie alle. In den Leitmedien, die von linksgrünen Akteuren beherrscht werden, werden Männer zunehmend skandalisiert. Einzelfälle, über die mit großem Eifer berichtet wird, werden dabei schnell generalisiert mit dem Ergebnis, dass Männer als im Kern problematisch, gewaltaffin und toxisch dargestellt werden. So entsteht eine immer stärkere Atmosphäre von Feindseligkeit gegenüber Männern (Misandrie). Diese werden nicht nur entwertet, sondern sollen damit auch mundtot und gefügig gemacht werden. 

Diese Kampagnen und die nur notdürftig kaschierten Strategien sollten nicht zum Erfolg führen. Die meisten Männer fühlen sich mit den misandrischen Kampagnen in den Medien zu Recht unwohl. Die Tendenz, sich zu wehren, ist aber noch zu schwach. Es braucht auch Mut, die Stimme gegen diese orchestrierte Hetze und die dahinter stehenden Hasskampagnen zu erheben. 

„HateAid“ hilft keinem einzigen Mann, der sich diskriminiert und feindselig behandelt fühlt, obwohl gerade hier viele Steuergelder hinfließen. Obendrein ist es schwer, in den Leitmedien eine Stimme zu bekommen. Das Gute an der Fernandes-Kampagne ist, dass in den Medien der männerfeindliche Bogen überspannt worden ist. 

Die misandrische Propaganda extremistischer Akteure während der letzten Jahrzehnte hat Männlichkeit zutiefst schlecht gemacht. Der Effekt entspricht einer Gehirnwäsche. Wahre Männlichkeit ist gut und wird niemals einer Frau schaden wollen. Der Kern eines tugendhaften Lebens für Männer, die wahre Männlichkeit erreichen wollen, besteht aus Mut, Disziplin, Gerechtigkeit, Weisheit und Mäßigung. Das Wissen und die Praxis um diese Tugenden ist jahrtausendealt und wurde vor allem in der griechischen und römischen Lehre des Stoizismus entwickelt. 

Männer müssen und können sich selbst aus der Misere der misandrischen Gegenwart befreien. Nur so geht es: Bewusstsein entwickeln, Mut zur Gegenrede, Probleme wahrnehmen, Ressourcen zeigen und Misandrie aufzeigen, wo immer sie auftritt. Die Frauen haben es im 20. Jahrhundert auch geschafft mit ihrer Emanzipationsbewegung. 

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Der nächste Gang …

1 Kommentar. Leave new

  • „Mund auf“ ? OK, und dann? Wie lange mag es dauern, bis Politik den nächsten Unfug einrührt? Es bleibt nur eine Option: dieses kranke System beenden. Durch das Angebot von Alternativen, und eine darauf folgende Abstimmung mit den Füssen. Es ist zweckfrei, und niemandem zuzumuten, mit den bislang herrschenden Intelligenzausfällen zu verhandeln.

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