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Der bürgerliche Wähler hat keine Wahl. Für ihn kommt keine der Parteien in Frage, die eine Chance haben, in den Bundestag zu kommen. Die AfD hat zwar ein diskutables Programm, aber an ihrer Spitze einige unappetitliche Figuren, deren Auftreten mit dem bürgerlichen Lebensstil einfach nicht vereinbar ist. Die drei Parteien der Ampel kommen nicht in Frage, weil sie unser Land außenpolitisch blamiert, mit wokem Schwachsinn überzogen und wirtschaftlich an den Rand des Abgrunds geführt haben. Bleibt noch die Oppositionspartei CDU. Sie ist so tiefgreifend von den Grünen unterwandert, dass jetzt schon klar ist, dass die Parteiführung eine schwarz-grüne Regierung vorbereitet. Das bedeutet aber für den bürgerlichen Wähler, dass er das Einzige, was er will, nicht bekommen kann, nämlich eine Regierung ohne die Grünen. Es wird also – mit kleinen kosmetischen Änderungen – genau so weitergehen wie bisher.
Damit machen diese Wahlen das Hauptproblem unserer Politik deutlich: Wir haben keine Opposition. Natürlich kann man dieser These entgegenhalten, dass es ja die AfD gibt, die tatsächlich als einzige Partei für eine andere Politik steht. Doch warum das keine bürgerliche Option ist, kann man sich mit dem Grundbegriff der Psychoanalyse klarmachen: Verdrängung. Seit Merkel und ihrer Politik der Alternativlosigkeit ist die Opposition in Deutschland verdrängt worden. Nun können wir von Freud lernen, dass alles Verdrängte wiederkehrt – aber in entstellter, hässlicher Gestalt. Und das ist eben die AfD. Mit dem Verdrängungsmechanismus „Brandmauer“ hat sich die CDU die Möglichkeit endgültig verbaut, als glaubwürdige Opposition, als Partei einer anderen Politik aufzutreten.
Hier zeigt sich aber auch noch ein anderes Problem, das wohl viel schwerwiegender ist. Die bürgerlichen Wähler sind zu sehr auf die Schwierigkeit, nein zu sagen, fixiert: Alles, bloß nicht die Grünen! Aber die Grünen haben eben eine politische Idee: Deindustrialisierung, Massenmigration, Wokeness. Es genügt einfach nicht, dazu nur nein zu sagen. Dem Bürgertum, also den Menschen mit Leistungsbereitschaft und gesundem Menschenverstand fehlt die Gegenidee. Wir müssten anfangen, über einen modernen Konservativismus nachzudenken. Aber nicht in der CDU.
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