Zwei fatale Italiener

Zwei italienische Kommunisten haben unsere Welt auf den Kopf gestellt. Mussolini ließ sie ins Gefängnis werfen, aber dort hatten sie Muße, ihre revolutionären Theorien zu entwickeln. Und da es dabei nicht nur um Ideen, sondern auch um ihre Organisation ging, waren sie erfolgreich. Es handelt sich um Antonio Gramsci und Altiero Spinelli. 

Das Monster Brüssel verdanken wir Spinelli. Wie alle Kommunisten wollte er eine sozialistische Revolution Europas, und zwar durch eine rigorose Abschaffung der souveränen Nationalstaaten. Alle wichtigen Formen der Macht sollten auf supranationale Organisationen übertragen werden. In seinem Manifest von Ventotene (1941) forderte Spinelli einen verfassungsmäßig institutionalisierten europäischen Bundesstaat – und eben nicht bloß einen Staatenbund. Später war er Mitglied des Europäischen Parlaments. Heute ist Frau von der Leyen seine Testamentsvollstreckerin.

Antonio Gramsci wollte auch eine von Intellektuellen geleitete europäische Union. Im Gegensatz zu Marx sah er den Hebel zur sozialistischen Revolution nicht in der ökonomischen Basis, sondern im kulturellen Überbau. Dort sollten die Intellektuellen die „Hegemonie“ erreichen. Das, was Rudi Dutschke dann den Marsch durch die Institutionen nannte, zielt genau auf diese politische Macht durch kulturelle Hegemonie. Es geht dabei darum, die herrschenden Kategorien des Denkens zu prägen und Normalität neu zu definieren. Und heute spüren wir, wie erfolgreich dieser Marsch durch die Institutionen war – in den Schulen und Universitäten, in den Medien und Ministerien, in den Unternehmen (CSR) und NGOs. Und leider auch in der Justiz.

Wer mehr Informationen zu diesen Themen möchte, sollte Krzysztof Szczawinski und Brivael Le Pogam auf X folgen.

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