Krieg ist Frieden
Diesen Text gibt es auch als Episode im Podcast des Sandwirts: Hier.
Ist ja interessant! #3
Da gibt es jemanden im fernen Amerika, der meinte, er könne den Ukraine-Krieg binnen 24 Stunden beenden und es nicht in zwölf Monaten schaffte. Der jetzt meint, die USA sollten mal eben Grönland annektieren, und der sogar militärische Maßnahmen androht, obwohl er vielen Wählern im Wahlkampf als derjenige Kandidat galt, der ein geringeres Kriegsrisiko darstellte als seine Gegnerin.
Einen anderen Grund als blanke Gewaltpolitik nennt er nicht. Damit stellt er sich in eine Reihe mit Mao Zedong (erinnert euch an Tibet), Saddam Hussein (erinnert euch an Kuwait) und Wladimir Putin (erinnert euch der Ukraine).
Dummerweise hat ihn die amerikanische Wahlbevölkerung (rund die Hälfte der wahlberechtigten Bevölkerung) mit Mehrheit (also rund einem Viertel der erwachsenen legalen Bevölkerung) zum Präsidenten gewählt.
Dass die politischen Gegner, die Vergleichbares selber gern täten, ihn kritisieren, wundert mich nicht. Dass ihn seine Wähler gewähren lassen, ist der eigentliche Skandal. Wer braucht eine Diktatur, wenn es auch mit demokratischen Mitteln geht?
Ist ja interessant!
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Der Autor dieses Artikels hat in der Edition Sandwirt das Buch „Gegen den Strich gelesen – 12 überraschend freiheitliche Denker“ veröffentlicht.



