Über mein Buch „Der alte weiße Mann”

Mein neues Buch „Der alte weiße Mann – Sündenbock der Nation“ behandelt das Thema, das in aller Munde ist: Wokeness, Politische Korrektheit und die Kulturrevolution der „Guten“. 

Der Politischen Korrektheit geht es nicht darum, eine abweichende Meinung als falsch zu erweisen, sondern diejenigen, die eine abweichende Meinung haben, als unmoralisch zu verurteilen. Man kritisiert Andersdenkende nicht mehr – man hasst sie. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht. 

Wokeness steht für eine Tyrannei der Minderheiten, die sich diskriminiert fühlen. Sie haben eine Kultur der Überempfindlichkeit und Wehleidigkeit entwickelt, in der es vor allem darum geht, einen prominenten Opferstatus zu erlangen. Das ist natürlich nicht argumentativ, sondern nur emotional möglich. Wo aber Gefühle statt Argumente die Debatten bestimmen, kommt es ganz unvermeidlich zur Verteufelung der Andersdenkenden.

Dazu gibt es natürlich schon eine Menge Bücher, etwa über das Gendern (Kelle), die Sprachverbote (Pfister) oder die infantile Gesellschaft (Kissler). Es gibt bedrückende Berichte über den Verfall der Universitäten, aber auch gelungene Parodien, die uns helfen, den woken Wahnsinn mit Humor zu nehmen. Doch all diese Bücher bleiben auf der Ebene der Phänomenbeschreibung und der Aufzählung von Beispielen. Ich habe mir in meinem Buch vorgenommen, tiefer zu bohren, um zu den Ursachen dieser fatalen Entwicklung vorzustoßen.

Bei diesem Thema kann man kein neutraler Beobachter bleiben. Es geht hier nämlich um alles, was Leuten wie mir, also Liberalen und Konservativen, lieb und teuer ist. Denn die Kulturrevolution der Woken ist ein Aufstand gegen die moderne Welt. Und die revolutionären Energien speisen sich aus dem Hass gegen eine Gestalt, die zum Sündenbock der Weltgeschichte erklärt worden ist – eben gegen den alten, weißen Mann. 

Und genau hier setzen meine drei „Tiefbohrungen“ an. Ich untersuche, wofür genau die verhassten Attribute alt, weiß und männlich stehen. Kurz gesagt: „Alt“ steht für Tradition und Erfahrung, für Reife und Bürgerlichkeit, für Normalität und Disziplin. Deshalb ist „alt“ ein rotes Tuch für unsere infantile Gesellschaft. „Weiß“ steht für europäische Rationalität und technische Naturbeherrschung, für die Werte der Aufklärung und den Universalismus der Menschenrechte. Damit ist „weiß“ ein rotes Tuch für die technikfeindlichen Grünen und die „woke“ Identitätspolitik. „Männlich“ steht für Selbstbehauptung und Mut, für die Aggressivität der schöpferischen Zerstörung, für Freiheitsdrang und Risikobereitschaft. Deshalb ist „männlich“ ein rotes Tuch für die radikalen Feministinnen und die effeminierten Männer.

Fast alles, worauf wir stolz sein können, verdanken wir dem alten, weißen Mann. Indem ich ihn gegen seine „woken“ Kritiker verteidige, verteidige ich mit diesem Buch die Errungenschaften der Moderne.

Natürlich schreibt man Bücher auch, um möglichst viele Leser – oder zumindest doch Käufer – zu erreichen. Aber ich schreibe vor allem auch, um mir selbst über komplizierte Sachverhalte klar zu werden. Und es ist eine tolle Erfahrung, wenn man die Dinge endlich in einem anderen, helleren Licht sieht. Das ist es auch, was ich den Lesern, die sich angesichts der Kulturrevolution ohnmächtig fühlen, versprechen kann: dass sie Argumente finden werden, mit denen sie sich gegen den woken Wahnsinn wehren können.

Wir gratulieren unserem Autor Norbert Bolz zum Erscheinen seines brillanten Buches, dem wir viele Leser wünschen!

Zum Vorabdruck im Sandwirt gehts hierlang.

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