Der bürgerliche Anarchist

Diesen Text gibt es auch als Video mit Wolfgang Herles im Televisor des Sandwirts: Hier.

Mehr Anarchie, die Herrschaften!

Manche Leser, manche Bekannte sagen neuerdings zu mir: Bist du noch ganz gescheit? Hast du noch alle Tassen im Schrank? Wie kannst du ausgerechnet ein Buch schreiben, das „Mehr Anarchie, die Herrschaften!” heißt? 

Das ist ein typisch deutsches Missverständnis. Die Deutschen verstehen unter Anarchie nämlich Unruhe, Umsturz, Chaos. Das ist natürlich gar nicht der Fall. Anarchische Gesinnung ist die Voraussetzung jeglicher Freiheit. – Das ist nicht von mir, das ist von Immanuel Kant! Der hat das schon ausführlich beschrieben. 

Ein bürgerlicher Anarchist ist also einer, dem seine persönliche Freiheit über alles geht. Ein bürgerlicher Anarchist ist einer, der sich nicht vom Staat diktieren lassen möchte, was er zu tun und zu lassen hat in allen seinen Lebensbereichen. Das ist deshalb auch ein sehr aktuelles Buch, heute, da der Staat kommt und sagt, was man tun soll, von der Garage über den Heizungskeller bis zum Fliegen …

Es ist kein Buch für gehorsame Untertanen, nein, sondern für mündige Bürger. Ein mündiger Bürger hat die Pflicht, die Regierung nicht nur mit geballten Fäusten in der Tasche mürrisch zu begleiten und alle paar Jahre mal sein Kreuzchen im Wahllokal zu machen. Nein, ein mündiger Bürger hat die Pflicht zur anarchischen Aufruhr. Das ist jedenfalls meine Meinung. 

Er hat zu widersprechen! Er hat sich öffentlich zu widersetzen! Er hat etwas zu tun gegen diejenigen, die glauben, sie könnten ihm ihre Gesinnung, ihre Moral, ja, ihre Klimareligion vorschreiben, wie es ihnen passt. – Dagegen polemisiert dieses Buch.

Ja, es ist eine Polemik. Es steht damit in der großen aufklärerischen Tradition dieses ja auch literarischen Genres. Das bedeutet: Es sind scharfe, böse Worte ins Herz der neuen grünen Spießer.

Und unterhaltsam und lustig soll dieses Buch darüber hinaus auch sein. Es ist ja schön, wenn man sich empören und erregen kann – und ungesund, wenn man sich nur ärgern muss. Das ist nicht nur ein Buch zum Ärgern, sondern ein Plädoyer für eine bessere Streitkultur. Es ist ein Plädoyer für mehr Demokratie in diesem Land. 

In diesem Sinne: Viva la libertà!

Und bitte: Mehr Anarchie, die Herrschaften!

Hier können Sie das Buch kaufen.

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