Kommentieren und diskutieren …
… können Sie diesen und alle anderen Artikel als Stammgast im Sandwirt Club.
Treten Sie ein und fühlen Sie sich ganz wie zu Hause. Im Sandwirt geht’s ganz vernünftig zu: Hier gibt es das generische Maskulinum sowie genau zwei Geschlechter, und die Hautfarbe von Menschen spielt keine Rolle. Die Wissenschaft kennt hier keinen Konsens und keine Wahrheit, sondern versucht, Theorien über die Welt aufzustellen und diese zu falsifizieren. Hier wird nicht akzeptiert, dass eine Klasse von Menschen über die anderen herrscht, und niemand fühlt sich als Untertan. Politiker und die meisten Journalisten bekommen hier nicht so leicht einen Tisch. Aber vor allem lässt sich hier niemand eine Meinung vorgeben. Der Sandwirt ist kein Ort für betreutes Denken.
Alle Autoren, die hier schreiben oder sprechen, sind eigensinnig und meinungsstark. Sie kommen aus dem Arbeitermilieu oder sind Intellektuelle, sie sind jung oder lebenserfahren, sie haben schon ordentlich Reichweite oder sind vielversprechende Talente, sie sind von Haus aus Altlinke, Liberale oder Konservative. Heute sind sie jedenfalls alle vernünftig. Sie sind politisch oder unpolitisch. Nur eines sind sie nicht: Woke.
Der Sandwirt ist unabhängig, überparteilich und pluralistisch. Seine Autoren kommentieren und analysieren, was in unserer Gesellschaft passiert, aber sie nörgeln nicht ohnmächtig an Politikern und Parteien herum, sondern errichten eine Gegenkultur: Sie verkörpern einen positiven, selbstbewussten, optimistischen, freudigen Lebensstil, der von Verantwortung, Ehre, Tradition, Freiheit, Eigentum, Markt, Unternehmertum und Schaffenskraft geprägt ist.
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Ich bin der Herausgeber des Sandwirts. Als mir die Idee für dieses Magazin kam, war ich gerade in Südtirol, wo ich gerne möglichst viel von jeder Jahreszeit in den Bergen verbringe. Ich war etwas erschöpft. Ich war genervt von dem nicht enden wollenden Corona-Theater in Deutschland, dieser Panikmache, mit der die herrschenden Politiker ihre Macht ohne nennenswerte Gegenwehr der Bürger erhalten oder ausbauen. Ich war ohne jedes Restvertrauen in die Parteiendemokratie und die Berufspolitiker. Ich sah die Marktwirtschaft in Rückzugsgefechte verwickelt und sah den Staatskapitalismus und den Ökosozialismus auf der Siegerstraße. Ich hatte den lebenslangen Glauben an das Grundgesetz verloren, weil ich sah, wie leicht die Herrscher die Verfassung mit einfachen Gesetzen und Verordnungen aushebeln konnten, wie leicht die Gewaltenteilung aufgehoben werden konnte, wie leicht die Grundrechte von Abwehrrechten gegen den Staat in Herrschaftsinstrumente gegen die Bürger verkehrt werden konnten.
Ich war ohne jede Hoffnung, dass die Gesellschaft auf der schiefen Bahn Richtung totalitärem Sozialismus noch die Kurve kriegen könnte, weil ganz offensichtlich mindestens zwei Drittel der Bürger gerne vom Staat materiell und geistig versorgt werden wollen – der Paternalismus der Herrscher passt wie der Schlüssel ins Schloss der untertänigen Obrigkeitshörigen, die die Kultur des Lebens auf Kosten Anderer von Kindesbeinen an gelernt haben.
Kurz: Ich hatte alle Hoffnung fahren lassen. Und damit ging es mir plötzlich wieder gut. Denn so kam ich heraus aus dem Motzen und Nörgeln, dem Lamentieren und Klagen, dem Jammern und der ohnmächtigen Wut. Jetzt, da mir restlos klar war, dass dieser ehrenwerte Gesellschaftsversuch, der nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Besatzungszonen vom Parlamentarischen Rat durch eine historische Leistung aus der Taufe gehoben worden war, einfach am Ende ist und nur noch die Frage bleibt, wie lange sich dieses Ende hinzieht, jetzt war die Lähmung weg.
Ich hatte kurz zuvor beobachtet, wie die Bergtalbewohner in Südtirol eine echte Krise gemeistert hatten, nämlich einen Starkregen mit Überschwemmungen, Unterspülungen, Bergrutschen und einer Sturzflut im Tal, die Gebäude und Brücken weggerissen hatte: Die Leute packten einfach an. Sie warteten nicht auf Anweisungen von oben, sie fragten nicht um Erlaubnis, sie diskutierten nicht, sie fragten nicht erstmal nach finanzieller Unterstützung, sie ließen Papi Staat einfach links liegen, zogen sich die Regenjacken und die Stiefel an, schnappten sich den Kleinbagger, die Motorsäge, die Schaufel und den Besen und räumten auf. Drei Tage und drei Nächte am Stück. Und dann waren sie fertig, richteten den Dorfplatz her und feierten miteinander. Laut, lang und feucht-fröhlich.
Da wurde mir klar, dass die richtige Reaktion auf ein untergehendes Gesellschaftssystem das Anpacken ist: Die Errichtung eines besseren Gesellschaftssystems. Und zwar schon heute. Die Lösung, mit der ich nicht am Status Quo verzweifeln muss, sondern mit der ich positiv gestimmt in die Zukunft blicken kann, ist das Schaffen von Parallelstrukturen.
Also fragte ich mich, was ich denn beizutragen habe zu einem besseren Gesellschaftssystem. Die Antwort ist der Sandwirt.
Es gibt bereits seit einiger Zeit sehr gut funktionierende Parallelstrukturen im Mediensektor. Aber es gibt noch nicht genug davon. Der Zwangsrundfunk hat durch die jährlich geraubten achteinhalb Milliarden Euro einen immensen Vorsprung, der erstmal wettgemacht werden muss: Die freiheitlich eingestellten Bürger brauchen ein so umfangreiches, so vielfältiges und so gut gemachtes Angebot in Text, Audio und Video, dass ARD, ZDF, DLF und die mit dem Staat verstrickten großen Redaktionen aus dem letzten Jahrhundert schlicht überflüssig werden. Und dazu braucht der anständige Haufen der „alternativen“ Medien noch viel mehr Zuwachs, damit die „Alternativen“ zu den „Normalen“ werden können – zumindest für den kleineren Teil der Bürger, die nicht einverstanden sind mit der Meinungshoheit der herrschenden Sozialisten, Etatisten und Paternalisten.
In unserer Geschichte und in unserer Kultur war es schon immer so, dass eine Minderheit von Eigensinnigen Widerstand leistet, sobald eine Gruppe von Menschen sich über alle anderen erhebt. Das war schon immer so und das wird immer so sein. – Arminius, Wilhelm von Ockham, Galileo Galilei, Wilhelm Tell, Jan Hus, Martin Luther, Thomas Müntzer, Götz von Berlichingen, Andreas Hofer, Friedrich Hecker, Hans Scholl, Helmut James Graf von Moltke, Martin Luther King, Alexander Solschenizyn, Vaclav Havel, Julian Assange, Edward Snowden, John Galt …
Die Idee für den Sandwirt entspringt der Tradition dieser eigensinnigen, widerspenstigen Selberdenker. Er versammelt sie, bündelt ihre Stimmen und sorgt dafür, dass sie gehört, gesehen und gelesen werden.
Jetzt liegt es an Ihnen, ob dieser Gedanke Früchte trägt, nämlich an den Gästen des Sandwirts. In einem fairen, marktwirtschaftlichen Wettbewerb entscheidet immer der Kunde. Der Markt ist die demokratischste aller Gesellschaftssysteme, denn im Markt ist jedes Individuum, jeder Kunde sein eigener Herr. Er entscheidet selbst und allein, nicht ein Politiker, nicht ein Parlament, nicht eine Mehrheit.
Ich hoffe, Sie entscheiden sich dafür, hier im Sandwirt immer mal wieder ein bisschen zu verweilen. Sie sind jedenfalls herzlich eingeladen!

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