Der Sandwirt ist eröffnet!

Treten Sie ein und fühlen Sie sich ganz wie zu Hause. Im Sandwirt geht’s ganz vernünftig zu: Hier gibt es das generische Maskulinum sowie genau zwei Geschlechter, und die Hautfarbe von Menschen spielt keine Rolle. Die Wissenschaft kennt hier keinen Konsens und keine Wahrheit, sondern versucht, Theorien über die Welt aufzustellen und diese zu falsifizieren. Hier wird nicht akzeptiert, dass eine Klasse von Menschen über die anderen herrscht, und niemand fühlt sich als Untertan. Politiker und die meisten Journalisten bekommen hier nicht so leicht einen Tisch. Aber vor allem lässt sich hier niemand eine Meinung vorgeben. Der Sandwirt ist kein Ort für betreutes Denken.

Alle Autoren, die hier schreiben oder sprechen, sind eigensinnig und meinungsstark. Sie kommen aus dem Arbeitermilieu oder sind Intellektuelle, sie sind jung oder lebenserfahren, sie haben schon ordentlich Reichweite oder sind vielversprechende Talente, sie sind von Haus aus Altlinke, Liberale oder Konservative. Heute sind sie jedenfalls alle vernünftig. Sie sind politisch oder unpolitisch. Nur eines sind sie nicht: Woke. 

Der Sandwirt ist unabhängig, überparteilich und pluralistisch. Seine Autoren kommentieren und analysieren, was in unserer Gesellschaft passiert, aber sie nörgeln nicht ohnmächtig an Politikern und Parteien herum, sondern errichten eine Gegenkultur: Sie verkörpern einen positiven, selbstbewussten, optimistischen, freudigen Lebensstil, der von Verantwortung, Ehre, Tradition, Freiheit, Eigentum, Markt, Unternehmertum und Schaffenskraft geprägt ist. 

Wäre das etwas für Sie?

Dann treten Sie ein, abonnieren Sie den Frühschoppen, mit dem Sie jeden Samstagmorgen erfahren, was im Sandwirt in der Woche los war, und/oder folgen Sie dem Sandwirt auf Ihrer bevorzugten Social-Media-Plattform!

Warum es den Sandwirt gibt

Ich bin der Herausgeber des Sandwirts. Als mir die Idee für dieses Magazin kam, war ich gerade in Südtirol, wo ich gerne möglichst viel von jeder Jahreszeit in den Bergen verbringe. Ich war etwas erschöpft. Ich war genervt von dem nicht enden wollenden Corona-Theater in Deutschland, dieser Panikmache, mit der die herrschenden Politiker ihre Macht ohne nennenswerte Gegenwehr der Bürger erhalten oder ausbauen. Ich war ohne jedes Restvertrauen in die Parteiendemokratie und die Berufspolitiker. Ich sah die Marktwirtschaft in Rückzugsgefechte verwickelt und sah den Staatskapitalismus und den Ökosozialismus auf der Siegerstraße. Ich hatte den lebenslangen Glauben an das Grundgesetz verloren, weil ich sah, wie leicht die Herrscher die Verfassung mit einfachen Gesetzen und Verordnungen aushebeln konnten, wie leicht die Gewaltenteilung aufgehoben werden konnte, wie leicht die Grundrechte von Abwehrrechten gegen den Staat in Herrschaftsinstrumente gegen die Bürger verkehrt werden konnten. 

Ich war ohne jede Hoffnung, dass die Gesellschaft auf der schiefen Bahn Richtung totalitärem Sozialismus noch die Kurve kriegen könnte, weil ganz offensichtlich mindestens zwei Drittel der Bürger gerne vom Staat materiell und geistig versorgt werden wollen – der Paternalismus der Herrscher passt wie der Schlüssel ins Schloss der untertänigen Obrigkeitshörigen, die die Kultur des Lebens auf Kosten Anderer von Kindesbeinen an gelernt haben. 

Kurz: Ich hatte alle Hoffnung fahren lassen. Und damit ging es mir plötzlich wieder gut. Denn so kam ich heraus aus dem Motzen und Nörgeln, dem Lamentieren und Klagen, dem Jammern und der ohnmächtigen Wut. Jetzt, da mir restlos klar war, dass dieser ehrenwerte Gesellschaftsversuch, der nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Besatzungszonen vom Parlamentarischen Rat durch eine historische Leistung aus der Taufe gehoben worden war, einfach am Ende ist und nur noch die Frage bleibt, wie lange sich dieses Ende hinzieht, jetzt war die Lähmung weg. 

Ich hatte kurz zuvor beobachtet, wie die Bergtalbewohner in Südtirol eine echte Krise gemeistert hatten, nämlich einen Starkregen mit Überschwemmungen, Unterspülungen, Bergrutschen und einer Sturzflut im Tal, die Gebäude und Brücken weggerissen hatte: Die Leute packten einfach an. Sie warteten nicht auf Anweisungen von oben, sie fragten nicht um Erlaubnis, sie diskutierten nicht, sie fragten nicht erstmal nach finanzieller Unterstützung, sie ließen Papi Staat einfach links liegen, zogen sich die Regenjacken und die Stiefel an, schnappten sich den Kleinbagger, die Motorsäge, die Schaufel und den Besen und räumten auf. Drei Tage und drei Nächte am Stück. Und dann waren sie fertig, richteten den Dorfplatz her und feierten miteinander. Laut, lang und feucht-fröhlich. 

Da wurde mir klar, dass die richtige Reaktion auf ein untergehendes Gesellschaftssystem das Anpacken ist: Die Errichtung eines besseren Gesellschaftssystems. Und zwar schon heute. Die Lösung, mit der ich nicht am Status Quo verzweifeln muss, sondern mit der ich positiv gestimmt in die Zukunft blicken kann, ist das Schaffen von Parallelstrukturen. 

Also fragte ich mich, was ich denn beizutragen habe zu einem besseren Gesellschaftssystem. Die Antwort ist der Sandwirt. 

Wozu es den Sandwirt gibt

Es gibt bereits seit einiger Zeit sehr gut funktionierende Parallelstrukturen im Mediensektor. Aber es gibt noch nicht genug davon. Der Zwangsrundfunk hat durch die jährlich geraubten achteinhalb Milliarden Euro einen immensen Vorsprung, der erstmal wettgemacht werden muss: Die freiheitlich eingestellten Bürger brauchen ein so umfangreiches, so vielfältiges und so gut gemachtes Angebot in Text, Audio und Video, dass ARD, ZDF, DLF und die mit dem Staat verstrickten großen Redaktionen aus dem letzten Jahrhundert schlicht überflüssig werden. Und dazu braucht der anständige Haufen der „alternativen“ Medien noch viel mehr Zuwachs, damit die „Alternativen“ zu den „Normalen“ werden können – zumindest für den kleineren Teil der Bürger, die nicht einverstanden sind mit der Meinungshoheit der herrschenden Sozialisten, Etatisten und Paternalisten.

In unserer Geschichte und in unserer Kultur war es schon immer so, dass eine Minderheit von Eigensinnigen Widerstand leistet, sobald eine Gruppe von Menschen sich über alle anderen erhebt. Das war schon immer so und das wird immer so sein. – Arminius, Wilhelm von Ockham, Galileo Galilei, Wilhelm Tell, Jan Hus, Martin Luther, Thomas Müntzer, Götz von Berlichingen, Andreas Hofer, Friedrich Hecker, Hans Scholl, Helmut James Graf von Moltke, Martin Luther King, Alexander Solschenizyn, Vaclav Havel, Julian Assange, Edward Snowden, John Galt … 

Die Idee für den Sandwirt entspringt der Tradition dieser eigensinnigen, widerspenstigen Selberdenker. Er versammelt sie, bündelt ihre Stimmen und sorgt dafür, dass sie gehört, gesehen und gelesen werden. 

Jetzt liegt es an Ihnen, ob dieser Gedanke Früchte trägt, nämlich an den Gästen des Sandwirts. In einem fairen, marktwirtschaftlichen Wettbewerb entscheidet immer der Kunde. Der Markt ist die demokratischste aller Gesellschaftssysteme, denn im Markt ist jedes Individuum, jeder Kunde sein eigener Herr. Er entscheidet selbst und allein, nicht ein Politiker, nicht ein Parlament, nicht eine Mehrheit.

Ich hoffe, Sie entscheiden sich dafür, hier im Sandwirt immer mal wieder ein bisschen zu verweilen. Sie sind jedenfalls herzlich eingeladen!

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22 Kommentare. Leave new

  • Hausammann Monika
    8. November 2022 11:39

    Ein grossartiger Text, Herr Gorus! Herzlichen Dank dafür. Und vor allem für diese neue Freiheitsstimme.
    Ihnen und ihrem ganzen Team wünsche ich viel Erfolg. Mir scheint, ich könne ihn schon riechen…

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  • Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe, dass der Gedankenaustausch frei von Ideologie und Aggression erfolgen kann.

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  • Herzlichen Glückwunsch, Ihre Gründung freut mich sehr, die Ansiedlung beim Sandwirt noch obendrein, ich hab ihn besucht bei meinen jährlichen Frei-Atmen-Erholungen über dem Etschtal (in Vellau). Ihr “Damaskus-Erlebnis” berührt mich. Wie das runterzieht, wenn man täglich mit ansieht, wie ein Land und eine Lebensform kaputt geht wie kaputt gemacht wird, was man liebt, gewohnt ist, und ohne das man schlecht leben kann, das kenn ich auch.
    Und den Entschluss, nicht mehr entsetzt und mit Verachtung auf diesen Untergang zu starren und sich davon bannen zu lassen, den habe ich auch gefaßt. Bloß mit dem Aufbau neuer Strukturen bin ich ein bißchen skeptischer. Da wandle ich immer auf der Grenze zwischen alles perdu, du kannst es nicht ändern, sondern putz endlich Deine Fenster, daß Du den glühenden, blühenden Herbst nicht immer durch Schlieren siehst sondern in seinem ganzen Glanz, vielleicht ruckelt sich derweil im großen Ganzen einiges zurecht, weil da ja auch nicht nur die An-Die-Wand-Fahrer unterwegs sind.
    Das mit dem Neubau der Strukturen ist ja auch eine Frage des Lebensalters. Ich komme aus der libertären Studentenbewegung, bin Historikerin, habe (kurz) als Lehrerin gearbeitet, dann als freie Radio-Autorin, dann als Redakteurin der taz-Bremen, bin durch den 1989er Aufstand der (ostdeutschen) Bürger aus allen linken Wolken und Bindungen gefallen und werde urplötzlich in zwei Monaten achtzig Jahre alt. Da beschränk ich mich lieber darauf, Projekte wie den Sandwirt und Kontrafunk, (wo ich Sie und Ihren zupackenden Sandwirt-Ton schon gehört habe) zu befreuen und zu begleiten.

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  • Friedegard Homeyer
    9. November 2022 7:15

    Wunderbar! Erst der Kontrafunk im Sommer und nun der Sandwirt. Es gibt Hoffnung und die ist dringend nötig. Ich habe Ihre Tweets auf Twitter und Ihre Kommentare im Kontrafunk immer als sehr positiv wahrgenommen. Ihre Autoren klingen schon jetzt wie gute, verlässliche Bekannte. Eine große Reichweite und viel Spass bei der Durchführung wünsche ich Ihnen.

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  • Volker Drescher
    9. November 2022 10:03

    Guten Morgen, Herr Gorus,
    heute Morgen habe ich Ihren Beitrag im Kontrafunk mit großem Interesse verfolgt.
    Leider bin ich nach diesen enttäuschenden Erfahrungen der letzten Jahre, die ich ganz mit Ihnen teile, noch nicht bis Südtirol gekommen, um dort ein solches Aha-Erlebnis zu begegnen. Ich erinnere mich jedoch wieder an die große Überschwemmung in Dresden vor 20 Jahren, als meine Schwester so ziemlich alles, wie viele andere auch, verlor. Damals reiste ich sofort von Bayern in meine alte Heimat, um zu helfen. Spontan schlossen sich mir zwei Zufallsbekannte an.
    Es war eine große Erfahrung und ein Zusammenhalt der Menschen Vorort zu spüren, die es noch aus anderer Zeit gewohnt waren, selbst zu handeln.
    Mich haben die letzten drei Jahre so sehr herunter gezogen, dass ich überlegte, fort zu gehen. Seit Mai bin ich im Ruhestand und es stand dem nur wenig entgegen. Meine liebevolle Beziehung zu meiner Partnerin ging fast zu Bruch und mein Interessen hatten den Nullpunkt erreicht.
    Ihr Ansatz, nicht zu jammern und nicht auf Hilfe von Außen zu warten, spricht mich an und motiviert, nun endlich gemeinsam mit gleichgesinnten Mitstreitern aus meinem Schneckenhaus zu kriechen. Die Gewissheit, ich bin mit meinen Ansichten nicht allein, macht mir Mut.
    Danke für Ihr Portal, ich wünsche Ihnen eine große Reichweite damit.

    Antworten
    • Vielen Dank, lieber Herr Drescher, für Ihre Worte und Ihre Wünsche. Ja, ich kenne dieses elende Ohnmachtsgefühl. Ich kann nur sagen: Selbst tätig zu werden und an Strukturen zu bauen, die eine Gegenkultur zum gegenwärtigen Zerstörungswerk dieser kleinen aber leider mächtigen Gruppe von fanatischen Ideologen bilden, weckt zwar kräftigen Gegenwind, aber die Luft wird klar, wahre Freunde scheiden sich von falschen und man fühlt sich nicht mehr als Opfer der Umstände. Aktivität hilft.
      Oliver Gorus

      Antworten
  • Matthias Gertz
    9. November 2022 10:26

    Sehr geehrter Herr Gorus,
    ich freue mich sehr über Ihre Gründung und wünsche Ihnen viel Erfolg.
    Zudem teile ich die Auffassung, dass der Aufbau paralleler Strukturen wahrscheinlich der einzig erfolgversprechende Weg aus dem nicht mehr drohenden, sondern nunmehr eingetretenem Schlamassel sind. Zumindest ist es ein wichtiger Beitrag.
    Diesen Beitrag will ich mit bisher einigen und hoffentlich bald mehr werdenden Mitstreitern über das Konzept einer Bürgergenossenschaft, die sich an Titus Gebels Konzept der Freien Privatstadt anlehnt, leisten. Näheres erfahren Sie unter https://buergergenossenschaft.net. Dort ist auch eine Kontaktadresse zu finden, an die Sie sich bei weitergehendem Interesse wenden können.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Matthias Gertz, Bürgergenossenschaft Mittelsachsen

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  • Gute Idee, wunderbar geschrieben

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  • Hervorragend geschrieben, spricht mir aus der Seele – und gibt auch mir wieder Hoffnung. Danke!

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  • Jutta Schäfer
    9. November 2022 19:38

    Vorher im Kontrafunk wurde Der Sandwirt vorgestellt. Ich bin einfach nur dankbar, dass das Angebot an alternativen Qualitätsmedien inzwischen so groß ist und ständig wächst. Ich wünsche dem Sandwirt, dass er gedeihen möge, um all jene über Wasser zu halten, die noch halbwegs gerade denken können und an diesen Zeiten leiden. Blicken wir nach vorne.

    Antworten
  • Hallo Herr Gorus,
    Habe heute früh im Kontrafunk zusammen mit meinem langjährigen Lebenspartner Ihren Beitrag gehört und daraufhin auch Ihre Einführung zum Sandwirt gelesen. Großartig! Welch eine brillante Idee!
    Beides hat ihn sehr berührt und beeindruckt. Er befindet sich, ähnlich wie Sie das geschildert haben, in einer tiefen Hoffnungslosigkeit und Lethargie. Ich hoffe, das wird ihm wieder zu mehr Mut und auch Zuversicht verhelfen.
    Danke und weiter so!

    Antworten
    • Ich danke Ihnen vielmals. Es gibt meiner Ansicht nach keinen Grund für Hoffnungslosigkeit. Ich habe in den letzten Monaten und Jahren so viele Menschen kennen gelernt, die noch wissen, was individuelle Freiheit ist, was Marktwirtschaft und Wertschöpfung sind und worauf unser Wohlstand eigentlich beruht. Wir mögen eine Minderheit sein, aber wir sind dennoch viele!
      Herzliche Grüße, auch an Ihren Partner, Oliver Gorus

      Antworten
  • Cornelia Buchta
    9. November 2022 21:56

    Habe Ihren Beitrag heute im Kontrafunk gehört und bin sehr gespannt auf dieses neue Format. Es ist fantastisch, dass immer mehr Netzwerke und Plattformen für vernünftig Denkende entstehen. Viel Erfolg Ihnen und Ihrem Team!

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