Anywheres – die besseren Menschen

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Wenn man sich die fortschreitende Auflösung unseres Nationalstaats in der EU, die Prozesse der Massenmigration und Desindustrialisierung, aber auch die grüne Ideologie des „Degrowth“ – das ist der neue Name für Rezession – vor Augen führt, scheint Thilo Sarrazin recht zu behalten: Deutschland schafft sich ab. Aber das kann der politisch-medialen Elite egal sein. 

Um das zu verstehen, ist eine Unterscheidung wichtig, die der britische Journalist David Goodhart getroffen hat, nämlich zwischen Anywheres und Somewheres. 

Die Anywheres sind gebildet, wohlhabend und sozial mobil. Man könnte sagen: Sie sind die Globalisierungsgewinner, die sich überall auf der Welt zuhause fühlen. Die lokal gebundenen Somewheres dagegen fühlen sich von Globalisierung und Massenmigration in ihrer Identität bedroht und proben den populistischen Aufstand gegen das linksliberale Establishment. 

Genau wie die Managerklasse gehören auch die Eliten aus Politik und Medien zu den „Anywheres“. Sie sind oft kinderlos, und wenn sie Kinder haben, schicken sie sie auf Privatschulen, Internate und die Spitzenuniversitäten in den USA, England und der Schweiz. Meist haben sie Zweitwohnungen in Kalifornien oder Florida, in der Toscana oder auf einer spanischen Insel. Diese Leute sorgen dafür, dass es mit Deutschland bergab geht. Und sie fühlen sich gut dabei, nämlich als Weltmeister des Guten. Vor allem im Blick auf den Klimawandel genießen sie den Reiz, Weltretter zu sein. 

Ihre Haltung zur Welt hat Charles Dickens in seinem Roman „Bleak House“ einmal „teleskopische Menschenfreundlichkeit“ genannt – man sieht nur noch Afrika, aber nicht mehr den eigenen Nachbarn. Großzügig verteilt man das Geld, das die „Somewheres“ erarbeitet haben, in einer Art permanentem Bußritual, weil man ja einmal Weltmeister des Bösen war. Und man verklärt die Migranten entweder als Fachkräfte oder als edle Wilde, von denen wir noch viel lernen können. 

„Nazi“, wer es anders sieht. 

Und Pech, wenn man zu den „Somewheres“ gehört.  

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2 Kommentare. Leave new

  • Georg Tremer
    6. Juni 2023 11:22

    Anywheres sind die Nomaden der Neuzeit. Sie ziehen umher, verweilen dort, wo es ihnen gefällt, bis es ihnen dort nicht mehr gefällt, dann ziehen sie weiter. Wie die historischen Nomaden, zu denen hier in Europa das fahrende Volk gehört, beuten sie den zeitweiligen Standort aus, bis er nichts mehr hergibt. Dann ziehen sie zum nächsten Standort weiter. Darin liegt auch Hoffnung bzgl. Migration. Wenn es in Deutschland nichts mehr zu holen geben wird, dann werden auch sie weiterziehen. Denn sie sind absolut unfähig, das selbst zu erwirtschaften, was ihnen bisher ohne eigene Leistung zur Verfügung gestellt wurde. Und in großen Krisen, die vor der Tür stehen, zählen Menschenrechte recht wenig, da ist sich jeder selbst der Nächste! Man stelle sich nur vor, Russland erklärte den Krieg gegen Deutschland wegen dessen Beteiligung am Ukrainekonflikt und bedrohte Deutschland mit Atomwaffen! Wie schnell wohl die deutschen Neubürger das Weite suchen würden?

    Die vorbeschriebene Entwicklung könnten wir beschleunigen, indem wir mit der im internationalen Vergleich Luxusalimentierung von angeblichen Flüchtlingen aufhören und das auch deutlich weltweit öffentlich machen. Kein Land, kein Volk der Welt kann gezwungen werden, bis zum eigenen Ruin Menschen anderer Nationalitäten aufzunehmen. Sind also die Anywheres die “besseren Menschen”? Die Antwort ist NEIN!

    Deshalb: Nein, nicht einfach akzeptieren, wenn andere sagen: Dein Pech, wenn Du ein Somewhere bist. Sondern als Somewehre den Rücken gerade machen und sagen: My Country, my home, my castle, my rules! Und danach handeln!

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  • pol. Emik-Wurst, Hans
    6. Juni 2023 14:40

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    So beenden die Kiewer Banditen ihre Politik der verbrannten Erde

    6. Juni 2023 | Ukraine commits sabotage at Kakhovka HPP, says Kremlin
    “MOSKAU, 6. Juni. /Die Ukraine hat Sabotage am Wasserkraftwerk Kachowka begangen, was schwerwiegende Folgen für die Bewohner der Region und die Umwelt haben könnte, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

    Der amtierende Gouverneur der Region Cherson, Wladimir Saldo, hatte zuvor berichtet, dass das ukrainische Militär in der Nacht das Kraftwerk Kachowka beschossen habe, vermutlich mit einem Raketenwerfer Olkha. Der Beschuss zerstörte die Hydraulikventile, die einen unkontrollierten Wasseraustritt auslösten.”

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