Die unerträgliche Hitze der Klimaangst

Der politpsychologische Frühstückssmoothie #8

Die Angst ist eine mächtige Kraft, um Menschen zu beherrschen und zu manipulieren zumal. Angst ist in der Lage, den Menschen richtig einzuheizen und extreme Formen von Stress zu erzeugen. 

Heute schon ist die Klimaangst die häufigste benannte Angst, besonders unter jungen Menschen. Klimaaktivisten finden das positiv und erstrebenswert. Sie glauben, dass damit die Klimakatastrophe vielleicht abzuwenden sei oder sehen eine generalisierte Klimaangst als die gerechte Strafe für vorheriges jahrzehntelanges Fehlverhalten, was dann fast schon den Charakter eine Kardinalsünde annimmt. Auch führende Klimaforscher und Klimapsychologen haben die Verbreitung von Angst und Schrecken wiederholt als probates Mittel zur Verhaltensveränderung der Massen anempfohlen.

Eine internationale Studie der University of Bath in England zeigte, wie junge Menschen von Klimaangst beherrscht werden. 60 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus zehn Ländern gaben an, besorgt über die Klimakrise zu sein. 45 Prozent sagten sogar, diese Sorgen würden ihren Alltag bestimmen. Aber alles wird getoppt von Deutschland, dem Weltmeister der Klimaangst. Der Begriff „German Angst“, der schon lange international gängig ist, bekommt in der Ära der Klimaangst eine neue, noch weitreichendere Bedeutung. In keinem Land auf der Welt herrscht so viel Klimaangst wie in Deutschland. In der letzten Shell-Jugendstudie (2019) hatten zwei Drittel der Jugendlichen angegeben, dass der Klimawandel ihnen große Angst mache. International ein einsamer Spitzenwert!

Es ist an der Zeit, dass wir uns über die psychologischen Auswirkungen der Klimaangst auf Kinder und Jugendliche Sorgen machen. Hier wächst, durch Medien, Politik und Bildungssystem getriggert, eine regelrechte Angstepidemie der jungen Generation heran.

Die Klimaapokalypse … in den Medien

Ganz entgegen der Situation und der Stimmung in den Herzkammern der Klimaforschung ist die Lage in den deutschen Medien, besonders den so genannten Qualitätsmedien, die hier bedenkliche Defizite zeigen. Fast täglich sind da Horrormeldungen von der nahenden oder unabwendbaren Klimakatastrophe zu lesen. Dabei fußen die meisten Berichte nicht auf soliden Recherchen, sondern auf dem Prinzip des Alarmismus. 

Einzelne Wetter- oder Unwetterereignisse werden als Symptome der bevorstehenden Apokalypse interpretiert. Wetter wird mit Klima verwechselt und positive Meldungen, die es auch zuhauf gibt (in Deutschland etwa der feuchte, kühle Frühling, der „normale“ Sommer, der derzeit sehr kalte Winter an vielen Orten der Südhalbkugel) werden unterschlagen. Dadurch wird seit Jahren ein extrem selektives Bild der Klimalage entwickelt, das in der Folge bei vielen Menschen zu Ängsten, Panikgefühlen und apokalyptischen Phantasien führen muss. 

Die Klimaapokalypse findet täglich in den Medien statt, mit hitzigen Berichterstattungen über ganz normale Sommertage, aber nicht in der Klimarealität. Notwendig wären gründlichere Recherchen im Bereich der Klimaforschung und Geophysik, alternative Meinungen, die es im seriösen Bereich in großer Zahl gibt, zu Wort kommen zu lassen und eine ausgewogenere, gelassenere Berichterstattung. Die Botschaft sollte sein, die Klimaveränderungen nicht zu ignorieren und sein Verhalten anzupassen, aber nicht in Panik und Hysterie zu verfallen, weil dies langfristig nur in Resignation und Agonie endet. 

Alarmismus als Geschäftsmodell

Die alarmistische Klimapolitik stellt ebenso wie die Klimanachrichten ein nicht zu unterschätzendes Geschäftsmodell dar. Die psychologischen Folgen dieser Überflutung der Menschen mit negativen Klimanachrichten sind unkalkulierbar. Viele Angstpatienten berichten jetzt schon davon, dass sie keinen Abstand vom Konsumieren negativer Klimanachrichten mehr halten können. Dieses als Doomscrolling bezeichnete Verhalten umfasst ein zwanghaftes Konsumieren negativer Klimanachrichten, was die Angst chronifiziert und verstärkt. 

Doomscrolling ist heutzutage leicht möglich, da es in den Nachrichten und sozialen Netzwerken inflationär viele Horrormeldungen zum Klimawandel gibt. Negative Nachrichten (z.B. in Bezug auf Klimazukunft, den Klimakollaps, die Unbewohnbarkeit der Erde) scheinen diese Menschen magnetisch anzuziehen. Insofern ist das zunehmend negative Wording im klimajournalistischen Bereich eine besondere Gefahr für diese Menschen. 

Die Bürger sollten also auf der Hut sein, was die Klimaberichterstattung angeht. Sie müssen sich selbst ein Bild machen. Immerhin geht es um nicht weniger als ihre Zukunft, ihren Wohlstand und natürlich auch das Wohl des Planeten. Was ist, wenn die derzeitige Klimapanik und -hysterie sich als eine heillose Übertreibung herausstellt, die zwischenzeitlich Wohlstand und gesellschaftlichen Frieden zerstört? 

Die Entwicklung der Klimapolitik wird immer mehr zum getriebenen Aktionismus. Gespeist wird dieser Prozess einerseits von Hyperemotionen, nämlich Angst, Panik, Schuld und obendrein schlechtem Gewissen, andererseits handfesten Wirtschaftsinteressen, die sich in den hochkomplexen Verflechtungen der Finanz- und Internetindustrie mit grünen Transitionsnetzwerken und Think Tanks zeigen. 

Das Geschäft mit der Angst funktioniert

Um möglichst viel Angst in der Bevölkerung zu schüren und damit die öffentliche Meinung in die gewünschte Richtung zu beeinflussen, bedarf es eines geschickten Wordings. Die psychologische Soft-Propaganda, unterschwellig immer mehr Angst zu erzeugen, funktioniert und lässt sich an der Wortwahl in den Leitmedien ablesen. 

Der Begriff „Klimakatastrophe“ wurde im Jahr 2022 in den wichtigsten deutschen Tageszeitungen dreieinhalb mal häufiger verwendet als im Jahr 2015, während das neutrale Wort „Klima“ nur doppelt so häufig auftauchte. 

Der andauernde Klimaalarmismus schädigt viele Menschen durch Angst, Panik und Depression. Er ist auf dem besten Wege, ein größeres Problem als der Klimawandel zu werden. Die Klimaängste nehmen vor allem nicht wegen der realen Entwicklung oder seriöser klimawissenschaftlicher Prognosen zu, sondern wegen der Klimaberichterstattung in den Leitmedien. 

Welcher Journalismus wird dort vertreten? Es handelt sich bislang ganz überwiegend um eine alarmistische, hyperemotionale Form der Berichterstattung, die wissenschaftlich fundierte Gegenmeinungen nicht zu Wort kommen lässt. Die Kunst des Weglassens ist eine altbewährte Propagandatechnik. 

Eine Untat

„Ich will, dass ihr in Panik geratet. Dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre.” – Diese Worte schleuderte Greta Thunberg 2020 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos der versammelten Wirtschaftselite entgegen. 

Die politische Strategie hinter den Äußerungen von Greta Thunberg ist nicht neu und seit langem wirksam: Angst erzeugen, um die Menschen gefügig zu machen! Man kann mit Fug und Recht von einer Angstindustrie sprechen, die als konzertierte Aktion Medien, Bildung und Politik mit klimaalarmistischen Meldungen überspült. Wenn die öffentliche Meinung erst einmal besetzt ist, kann die Angstindustrie über Jahre das jeweilige Thema durchdeklinieren, damit die Massen in Schach halten und ihre Macht und ihre Gewinne maximieren. Nach der Angstinduktion kommt die Gefügigkeit der Massen. 

Angst aktiviert das Stresssystem des Menschen, chronische Angst macht krank. Alle Klimaalarmisten und vor allem diejenigen, die Klimakommunikation in den Medien verantworten, sollten sich dessen bewusst sein. Wissen sie genug über den Klimawandel, sind sie sich der wissenschaftlichen Evidenzen sicher, um all das entstehende psychologische Leid verantworten zu können?

Berechtigte Kritik

Die Strategie der Regierungspolitik und Leitmedien ist genauso wie die der Aktivisten die Erzeugung von Angst und Panik. Und damit disqualifizieren sie sich zugleich. Es braucht keine durch Angstmaximierung gefügig gemachten Bürger, sondern mündige Menschen, die für ihre Bedürfnisse, ihre Zukunft, ihre Familien und auch ihren Planeten eintreten und kämpfen. 

Sich Sorgen um Freiheit und Demokratie und eine heraufziehendes Klimaregime zu machen, ist ein Grundrecht jeden freien Bürgers. Denn, dass sich Wissenschaftler irren, ist keine neue Erkenntnis. Selbst 98 Prozent aller Forscher können sich und haben sich schon geirrt. Demokratie muss lebendiger werden und mehr als eine vierjährige wiederkehrende Ankreuzhandlung sein. Von all diesen Zielen sind wir meilenwert entfernt und durch die Entwicklungen der letzten Jahre noch weiter entrückt. Mit klimapolitischen Maßnahmen sind weitgehende Einschränkungen von Freiheit und Demokratie denkbar und auch jetzt schon möglich. 

Dabei ist berechtigte Kritik an der herrschenden Klimaideologie und der daraus abgeleiteten Politik sehr einfach: Klima ist ein höchstkomplexes Geschehen mit sehr vielen Unbekannten, das sich nach wie vor und auch auf absehbare Zeit nicht valide vorhersagen lässt. Und entsprechend kann es nicht verwundern, dass sämtliche Prognosen der letzten Jahrzehnte nicht eingetroffen sind. 

Die alarmistische Klimakommunikation muss entzaubert werden

Die Klimakrise ist im Kern eher ein psychologisches Problem für die von Dauerangst betroffenen Menschen, ein Kommunikationsinferno der Leitmedien und führt in eine Krise der Demokratie. 

Der Widerstand gegen die einseitige, klimaalarmistische Berichterstattung in den Leitmedien wächst. Dieser Widerstand geht mit der Entzauberung der vermeintlich wissenschaftlich exakten Klimaprognosen einher, lüftet den Vorhang und zeigt, was wirklich ist: Eine riesige Unsicherheit bezüglich der Klimazukunft. Wir wissen lediglich sicher, dass die große Mehrzahl der bisherigen Klimaprognosen weit daneben gelegen hat. 

Mündige Bürger hinterfragen die Botschaften der Leitmedien und die Maßnahmen der grünen Klimapolitik immer mehr. Sie dürfen das, sie müssen das. 

Die relevanten Fragen lauten: Wie sicher sind die Klimavorhersagen? Auf der Basis welcher Berechnungsmodelle sind Klimaprognosen entstanden? Wie groß ist die Irrtumswahrscheinlichkeit? Welche Effekte haben die realisierten und geplanten Klimaschutzmaßnahmen auf das reale Klima? Wie groß sind die Nebenwirkungen? Wie kann Klimaschutz alternativ zu den geplanten Maßnahmen erreicht werden? Diese und weitere Grundfragen wären eine parlamentarische Anfrage im Bundestag wert.

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