Die wundersame Welt der Linken

Man kann sagen, was man will, aber die 20er halten alles, was sie versprochen haben! Eine Pandemie, Kriege in und außerhalb Europas, eine Inflation und einen beinahe FDP-Ministerpräsidenten. Jeder kommt auf seine Kosten! Es fehlt eigentlich nur noch die ikonische Musik zum ganzen Chaos. Wie damals in den 70ern. 

Nein, „Leyla“ eignet sich dafür nicht und die musikalischen Rohrkrepierer der Hamburger Kapelle „Lord of the Lost“ noch weniger. 

Aber Spaß beiseite, es sind schon echt wilde Zeiten, die wir da gerade durchmachen. 2024 ist keine zwei Monate alt und es geht schon wieder hoch her! Erst die Bauernproteste gegen die schwächelnde Ampelregierung und dann die Proteste gegen rechts, die das Thema Bauernproteste „glücklicherweise” aus dem Blickfeld genommen haben. 

Geheimplan für Deutschland

Aber wie kam es zu den massenhaften Protesten gegen rechts? – Wie eigentlich immer, wenn die Linken aus SPD, Grünen und Linkspartei kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehen, ist die Vorgeschichte ziemlich unspektakulär. So auch hier. Am 25. November 2023 kam es im Landhaus Adlon bei Potsdam zu einem „Geheimtreffen“. Laut „Correctiv“, einem linksgerichteten und inzwischen durchaus umstrittenen Medium, trafen sich dort Ranghohe AfDler, Neonazis und verschiedene rechte Größen aus Politik und Gesellschaft. Also fast wie beim Brettspiel „Cluedo“. Diese Leute diskutierten dort angeblich über die Vertreibung von Millionen Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland. Das Entsetzen war groß. Schnell machte das Wort „Deportation“ die Runde und die Kacke war so richtig schön am Dampfen.

Demos gegen Nicht-Links

Als Maßnahme gegen die angeblich von der AfD geplanten Vertreibungen wurden schnell Demonstrationen aus dem Boden gestampft. Hunderttausende bekamen endlich mal wieder die Gelegenheit zu zeigen, dass sie zu den Guten gehören. Dieses Mal musste man sich noch nicht mal impfen lassen oder am Bahnhof mit Kuscheltieren werfen! 

Dass die Demos absichtlich als „gegen Rechts“ und nicht „gegen Nazis“ gelabelt wurden, war den meisten Menschen egal. Denn, Konservative und Liberale helfen ja grundsätzlich Rechtsextremen. Zumindest in der wundersamen Welt der Linken. Dass Linksextreme und Rechtsextreme nicht nur dieselben Feindbilder (Kirche, Israel, bürgerliche Mitte), sondern auch dieselben Helden (Russland, Palästinenser, sonstige Autokraten) haben, sei nur nebenbei bemerkt. 

Des Weiteren sollte quasi im Eilverfahren die AfD verboten werden. Eine Forderung, die schon länger im Raum steht, aber genauso lange schon aussichtslos ist. Da können die Linken noch zwei Milliarden Unterschriften sammeln, es wird nicht für ein Verbot der Partei reichen. Die Hürden dafür liegen bewusst sehr hoch. 

Als letzte Maßnahme wurde dem österreichischen Redner der Tagung, Martin Sellner, die Einreise nach Deutschland untersagt. Man reibt sich verwundert die Augen: Sowas ist in Deutschland bzw. innerhalb der EU möglich? 

Es kam allerdings, wie es kommen musste. Martin Sellner, der vorher nur Insidern bekannt war und nun die Schlagzeilen dominierte, inszenierte seine Reise von Österreich nach Deutschland im Livestream und die Bundesregierung hatte sich mal wieder in eine Situation manövriert, in der sie nur verlieren konnte. Letzten Endes konnte er nämlich problemlos einreisen und in Deutschland Kuchen essen. 

Auf Lügen gebaut

Nun aber die wichtigste Frage: War das Treffen von Potsdam wirklich so epochal, wie von „Correctiv“ vermittelt?

Ähm, nein. Noch nicht mal ansatzweise. Es laufen weder Verfahren noch Ermittlungen gegen die Teilnehmer des „Geheimtreffens“. Gegen „Correctiv“ liegen hingegen Stand heute zwei Klagen aufgrund des Artikels vor. 

Wie es den Anschein hat, wurden auf dieser Veranstaltung auch keine Geheimpläne zur Vertreibung geschmiedet. Vielmehr hielt der eben erwähnte Martin Sellner von der Identitären Bewegung einen Vortrag über „Remigration“. Diese soll laut Sellner auch nicht mit Gewalt, sondern eher über monetäre Anreize gesteuert werden. Von Vertreibung oder gar Deportationen keine Spur. Es war ja noch nicht mal ein „Geheimtreffen“, sondern eine lang geplante Veranstaltung! Ja, über die Personalie Martin Sellner kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber das Gesagte rechtfertigt noch lange nicht die überzogenen Reaktionen.  

Rudert „Correctiv“ nun zurück, um sich für die überzogene Berichterstattung zu entschuldigen? Ja, ich weiß, guter Witz! 

Genauso könnte man am Ende noch erwarten, dass sich bei den Ungeimpften, Maskenverweigerern und Querdenkern entschuldigt wird, auf die man während der Coronazeit so hemmungslos verbal eingeprügelt hat. 

Mäßigt euch gefälligst!

Trotzdem fordern nun plötzlich alle möglichen Vorzeige-Linken Mäßigung bei der Berichterstattung. 

Oh, was ist jetzt los?

Nach dem Verschwinden der SZ-Journalisten Alexandra Föderl-Schmid war die linke Szene in Aufruhr! Es wurde das Schlimmste befürchtet und als Schuldiger war Julian Reichelt von „Nius“ vorgesehen. Zuvor hatte nämlich das „Nius“ Magazin über mögliche Plagiate in Föderl-Schmids Doktorarbeit berichtet. Oder, wie es Linke nennen: Es wurde eine Hetzjagd auf Föderl-Schmid inszeniert. 

Natürlich hat die SZ zuvor weder gegen Aiwanger eine Hetzjagd veranstaltet, noch gegen Alice Weidel (auch hier gab es Plagiatsvorwürfe) oder gegen den damals ungeimpften Josua Kimmich. Das war nämlich total wichtiger „kritischer Journalismus“. Aber wehe, es trifft jemand aus den eigenen Reihen! Dann ist es Hass und Hetze und die rechten Medien haben sich gefälligst zu mäßigen! 

Wie dem auch sei, „Nius“ hatte in der Welt der Linken Blut an den Händen und sollte am besten sofort gecancelt werden. 

Doch die Geschichte nahm zum Glück eine positive Wendung: Frau Föderl-Schmid wurde gefunden und war wohlauf! Die Mistgabeln müssen also vorerst wieder eingepackt werden.

Das Ende der links-grünen Hegemonie

Dieses Beispiel zeigt aber dennoch ein gewisses Denkmuster: Bessern oder mäßigen müssen sich immer nur die Anderen. Genauso wie damals, als man sich über das Aussehen von Kohl, Merkel oder neuerdings Amthor lustig gemacht hat, aber sofort mit allen Rechtsanwälten der Welt droht, wenn jemand Witze über Ricarda Lang macht. Tja, wie nennt man es doch gleich, wenn man von anderen etwas verlangt, was man selbst niemals halten will? Heuchelei?

Letztendlich umschreibt dieser Begriff die momentanen Demonstrationen am besten. Man klopft sich gegenseitig auf die Schulter, weil man gerade noch so die erneute Machtergreifung abgewendet hat. Doch letzten Endes verfolgt das ganze Tamtam einen anderen Zweck: Die gesammelte Linke hat seit der verpassten Grenzschließung von 2015 mit einer kontinuierlich sinkenden Wählerzustimmung zu kämpfen. 

Auch die Ampelregierung befindet sich in sämtlichen Umfragen im Sinkflug. Was aber aus ihrer Sicht noch viel dramatischer ist, sie verlieren die Deutungshoheit über gewisse Themen. Das lange gültige Narrativ, dass Zuwanderung ausschließlich positiv zu bewerten ist, wird fast tagtäglich von der Realität entkräftet. Ein Blick in die Kriminalstatistik genügt, um zu sehen, dass wir dank der ungezügelten Masseneinwanderung massive Probleme haben. 

Kein Wunder also, dass am Ende dieser links-grünen Hegemonie die Linken so drastisch auf verhältnismäßig harmlose Tagungen reagieren, die das Thema Zuwanderung und Migration behandeln. Irgendwie muss man die Bevölkerung ja schließlich von der Realität ablenken.

Allerdings ist das nur eine Momentaufnahme. Die nächsten Bauernproteste stehen schon vor der Tür und auch die Ampel muss irgendwann mal wieder regieren. Ob die Demonstrationen gegen rechts das überstehen werden? Die 20er bleiben auf alle Fälle spannend! 

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3 Kommentare. Leave new

  • Zorn Dieter
    23. Februar 2024 9:17

    Gut gesehen! Wenn die Konservativen an der Macht sind, haben die Linken nichts zu lachen und umgekehrt. Nur die SPD ist immer dabei, ha, ha,ha, und meistens im Irrtum befangen. Es gilt allerdings: Die Linken treiben es schlimmer. Sie haben eine Ideologie und Kader. Die Konservativen nur eine Weltanschauung.

    Antworten
  • Schon der selige Dieter Hildebrandt stellte fest, daß Linke Euch noch beim hundertsten Mal über “Birne Kohl” lachen konnten, aber nie über sich selbst.

    Antworten
  • Rob Alexander
    23. Februar 2024 10:37

    Ok, den Spruch von Dieter Hildebrandr kannte ich tatsächlich noch nicht. Genial! 😂

    Antworten

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