Ein linkes Zeitalter endet

Deutschland ist ein linkes Land. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk zeigt sich bereits seit Jahren als politischer Akteur linker Politik. Die einst konservative CDU hat sich zwei Jahrzehnte lang von den Sozialdemokraten die Politik diktieren lassen. Und auch die sozialen Medien werden von Linken beherrscht. 

Positionen, die vor 20 Jahren völlig normal waren, werden heute dem rechtsextremen Lager zugeschrieben und ein jeder, der nicht auf Linie ist, muss mit Ausgrenzung und Beschimpfung rechnen, was ein Rückblick auf die Corona-Zeit unzweifelhaft belegt. 

Die linke Hegemonie beherrscht seit langem den Diskurs in diesem Land, doch das ist jetzt vorbei. Allzu deutlich wurde dies in den Tagen nach dem Anschlag auf Israel. In deutschen Städten versammelten sich unzählige Menschen, zumeist mit Migrationshintergrund, und solidarisierten sich mit den Hamas, forderten die Vernichtung Israels und die Auslöschung jüdischen Lebens. 

Dieses Ereignis, fast achtzig Jahre nach dem Ende der Shoah, sorgte für einen gesellschaftlichen Flächenbrand. Was jahrelang undenkbar schien, passierte binnen Stunden: Politiker aller Lager forderten lautstark die Abschiebung von Antisemiten. 

Fielen vor allem linke Politiker bisher immer in relativierende Reflexhandlungen, wenn Migranten auf deutschen Straßen Anschläge oder Verbrechen begingen, machten sie mit ihren Forderungen, völlig losgelöst von bestehenden Gesetzeslagen, die Migrationsfrage wieder salonfähig. Das ist durchaus bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass ein jeder, der die Thematik vorher auch nur wagte anzusprechen, dem AfD-Lager zugeschrieben wurde. 

Parteitaktik im Abseits

Die Ereignisse rund um Israel sind aber nicht die Ursache für das Ende eines linken Zeitalters, sie könnten bestenfalls der Todesstoß sein. Die Entwicklung der politischen Stimmung lässt sich bereits seit vielen Jahren an den Wahlergebnissen ablesen. Und während vor allem in den Bundesländern linke Parteien immer mehr zurückgedrängt werden, zeugt eine wachsende AfD vom Wunsch der Bevölkerung, dass es kein „weiter so“ geben darf. 

Bisher ließ sich das immer verhindern, indem die Parteispitzen größere Koalitionen bildeten, nicht zuletzt die Ampelregierung auf Bundesebene, doch auch das ist bald vorbei. Im roten Berlin wurde die Union zur stärksten Kraft, im Osten ist in vielen Bundesländern nur noch eine „All-Parteien-Koalition“ denkbar, wenn man die AfD am Regieren hindern will. Neben dem praktischen Wahnsinn, den ein Schwarz-Gelb-Rot-Rot-Grünes Bündnis mit sich bringen würde, hieße es aber wohl auch nur: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, und die AfD hätte gute Chancen, fünf Jahre später die absolute Mehrheit zu erreichen. 

Ein weiteres Indiz für ein Ende linker Hegemonie sind die alternativen Medien, die überall wie Pilze aus dem Boden sprießen. Ob Tichy, Nius, Freiheitsfunken oder Apollo News, aber auch der Sandwirt – solche Medien bedienen eine Nachfrage, die von den bisherigen Medien nicht befriedigt wird. Und ja, wir können uns bei diesen Medien gerne über selektive Informationen, über Framing und in Teilen sogar über Lügen unterhalten, nur ist diese gern gezogene Waffe derart stumpf, wenn man sich klar macht, dass alle Medien so arbeiten, der öffentlich rechtliche Rundfunk vorneweg. Einseitige linke Berichterstattung hat die Entstehung dieser Medien erst möglich gemacht, eine ausgewogenere Berichterstattung hätte sie verhindern können. 

Der Freiheitskampf geht weiter

Diese Entwicklung ist durchaus zu begrüßen, aber auch mit Sorge zu betrachten. Die Linken haben es in den vergangenen Jahren übertrieben, indem sie andere Stimmen mundtot gemacht haben – und nun droht ihnen ein gesellschaftlicher Rebound, dessen Auswirkungen keiner absehen kann. Ein jeder freiheitlich denkender Mensch darf sich darüber freuen, dass die Fesseln linken Denkens sich nach und nach vom Denken der Gesellschaft lösen, doch was das heißt, bleibt völlig unklar. 

Längst ringen andere totalitäre Kräfte um die Meinungshoheit, stets darauf bedacht, ihre eigenen Wertvorstellungen und Ideologien unter das Volk zu bringen. Ein jeder Liberaler sei davor gewarnt, sich diesen neu entstehenden Ordnungskräften nur allzu leichtfertig hinzugeben. 

Der freiheitliche Geist lebt im Individuum und nicht in Parteien, in Gesetzen und Ideologien! Es ist notwendig, auch diesen kritisch zu begegnen, sich gegen sie aufzulehnen und die individuelle Freiheit zu verteidigen. Wenn die Linken nicht mehr in der Mehrzahl sind, heißt es, sich umzudrehen und gegen den nächsten Feind zu kämpfen. 

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2 Kommentare. Leave new

  • “Ein linkes Zeitalter endet”

    Hier spricht ein Optimist.

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  • Zitat: „Längst ringen andere totalitäre Kräfte…“
    Jetzt habe ich nicht verstanden, wen oder was Sie damit meinen.

    Eine Anmerkung:
    Die neue Politik, mit der Fähigkeit zu beliebigster Koalitionsbildung allein zum Zweck des Machterhalts und der Pfründesicherung, getragen durch ein verdummtes und ideologisch irregeleitetes Wahlvolk, vergisst, dass jederzeit eine konsolidierte Islam-Partei zur Wahl stehen kann. Beginnend in den westlichen Landesparlamenten. Dann wird es ungemütlich, selbst wenn dann aus purer Not die „Brandmauer“ eingerissen wird.

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