Na Servus! – Das war der Juni 26

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Geschichte gemacht hat in diesem Monat, abgesehen von drei Tagen Klimakatastrophe am Stück, vor allem Elon Musk. Sein Börsengang mit SpaceX übertraf alle Erwartungen. Der Markt honoriert eben nicht Gewinne, sondern fantastische Zukunftsvisionen. Haltloser Optimismus? Man ist in diesen Zeiten ja schon dankbar für Zuversicht, selbst wenn sie dort entsteht, wo der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn so scharf ist wie eine Rasierklinge. 

Musk traut der Menschheit, eine grandiose Zukunft aus eigener Kraft zu. Steven Spielberg tut das nicht. Der Regisseur brachte in diesem Juni seinen neuen Blockbuster in die Kinos, „Disclosure Day – Tag der Wahrheit“. Die Welt steht 2026 am Rand des Dritten Weltkriegs. Im Film kommt die Rettung von Außerirdischen. Noch ein Grund zum Optimismus! Dem linken Spielberg fällt kein besserer Grund ein … Der libertäre Musk dagegen ist nun der erste Billionär der Weltgeschichte. Sein Börsengang machte Tausende seiner Mitarbeiter zu Millionären. 

In staatsnahen, weitgehend von der Gewerkschaft kontrollierten Betrieben wie VW wäre es so etwas undenkbar. VW baut ab, ist zu hören. Vier Werke in Deutschland stehen vor dem Ende. Kapitalismus schafft Wohlstand eben nicht nur für Kapitalisten. Umverteilung schafft gar keinen Wohlstand. Sozialisten wie Bärbel Bas begreifen das nie. 

Hierzulande wird Elon Musk als Inbegriff der Unmoral gesehen. Weil doch Reichtum nur böse sein kann. Kanzler Merz kann ihn nicht leiden, weil Musk die AfD unterstützt. Und auch das stromlinienförmige ZDF hat ein so gefestigtes Zerrbild von Musk, dass es ihm nun unterstellt hat, die Demonstranten in Belfast zur „Jagd auf Migranten“ aufgerufen zu haben. Das hat er nicht! Das ZDF gab umgehend eine Unterlassungserklärung ab, als Musk mit dem Kadi drohte. 

Musk hatte geschrieben: „Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern.“ Da hat er recht. Das gilt aber nicht nur für Messermorde im Stadtbild, denen die Polizei weder in Großbritannien noch in Deutschland Herr wird. Der Satz passt auf den Gesamtzustand unserer Republik. Aber die Deutschen demonstrieren, wenn überhaupt, dann allenfalls gegen Rechts.

Man muss Musk nicht für einen Erlöser halten und schon gar nicht für einen Alleskönner. Regieren ist etwas anderes als Unternehmen. Dass Elon Musks Beitrag für die Exekutive von Donald Trump nicht lange gut gehen würde, konnte niemanden wirklich überraschen. Wie große Hoffnungen hatte Trump doch auf Musk gesetzt und wie große Musk auf Trump! Das hatte ich auch. Auch ich hatte mich blenden lassen, weil Trump es mit den Linken, den Woken, den Klima Hysterikern aufgenommen und sich in den Kulturkampf gestürzt hatte. 

In diesem Monat ist Donald Trump nicht nur 80 Jahre alt geworden und hat sich mit als Sport deklarierten Käfigschlägereien feiern lassen, er hat auch endgültig bewiesen, dass er seinen Job nicht kann. Noch nie hatten sich die USA so unbedacht in einen Krieg gestürzt wie im Iran. Noch nie hat das Land einen Krieg mit einem so schlechten Abkommen beendet. Ein bedingungsloser Waffenstillstand nach dem Geschmack der Mullahs. Sie mussten nicht mehr tun, als die Meerenge von Hormus zu sperren, und kassieren dort in Zukunft wahrscheinlich sogar Geld wie früher die Raubritter. 

Ihr Versprechen, nie wieder Atomwaffen zu produzieren, kann man glauben oder auch nicht. Aber Trump sind die Benzinpreise in den USA wichtiger als die Weltwirtschaft, das ursprünglich versprochene Ende eines Terrorregimes oder der Zusammenhalt des westlichen Bündnisses. 

Die Mullahs jedenfalls, die haben gegen Trump nicht verloren. Trump leistet sogar wieder Aufbauhilfe im Iran. Er hat die neue Weltordnung nicht gestaltet, er hat sie nur verursacht. Der Kaiser ist nackt! 

Und in Deutschland? Die deutschen Familienunternehmen hatten kürzlich gefordert, die parlamentarische Sommerpause zu streichen, weil die Regierung ja noch einen Riesenberg an verschleppten und blockierten Reformen abzutragen habe. So wenig diese Regierung Ferien verdient hätte, ja, ja, aber nun will sie ja die Rentenversicherung fundamental erneuern: Mehr arbeiten, mehr zahlen, weniger herauskriegen. Und eine eierlegende Wollmilchsau soll gezüchtet und dann geschlachtet werden: Ein Kapitalmarktfond, der nicht nur die Rente verdienen, sondern auch Investitionen in die Zukunft Deutschlands tätigen soll. 

Das lässt nichts Gutes ahnen. Aber die Sache soll ja erst in Jahrzehnten wirksam werden, wenn die Verursacher nicht mehr sind und ihre Parteien vielleicht auch nicht mehr. 

Na servus.

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