Regierung ohne Volk

Der politpsychologische Frühstückssmoothie #6

Schon lange hat in Deutschland keine Regierung gegenüber dem Volk so sehr die Bodenhaftung verloren wie die Ampel im Jahre zwei ihrer Regierungszeit: Diese Regierung hat längst die Bindungen zum Volk gekappt, sich über das eigene Volk, das auch nur noch Bevölkerung genannt werden darf, in arroganter Weise erhoben. Es sieht so aus, als ob die Regierung eine Bindungsstörung zu ihrem Volk hat und mit diesem fremdelt. 

Im ZDF-Politbarometer gaben Anfang Mai 2023 51 Prozent der Befragten an, die Bundesregierung würde ihre Arbeit schlecht machen. Derzeit kommen die drei Koalitionsparteien nur noch auf 40 Prozent der Stimmen der Wähler bei der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl. Nur noch 20 Prozent der Bundesbürger waren Mitte Juni 2023 mit der Arbeit der Ampelregierung zufrieden.

Symptomatisch zeigt sich die Bindungsstörung zum Volk in der hartnäckigen Benutzung der Gendersprache durch viele führende Ampelpolitiker, die von der großen Mehrheit abgelehnt wird, in der unhaltbaren Unterstellung, dass relevante Teile der Bevölkerung rassistisch und undemokratisch seien und man sie deshalb entsprechend umerziehen müsse, und – ganz handfest – in dem trotzigen Aufzwingen einer Heizungstechnologie, die für jeden erkennbar das Weltklima nicht retten wird (0,025 Prozent weniger CO₂ weltweit), aber klar vorhersagbar den Wohlstand von Millionen Deutschen in Kombination mit weiteren Maßnahmen zerstören wird. 

Der Heizungskeller im Elfenbeinturm wird in einer Gemengelage mit anderen wirklichkeitsfernen Konzepten zum heimlichen Regierungssitz der Ampelkoalition. Vor allem die grünen Regierungsvertreter demonstrieren immer wieder ihre rigide Ideologiegetriebenheit, mit der sie das Land im Eiltempo ruinieren werden. Wie alle fanatisch Glaubenden ficht sie das nicht an und sie führen ihren destruktiven Kurs weiter fort, weil sie fest davon überzeugt sind, dass sie im Geiste einer besseren Zukunft und für die Weltrettung arbeiten. Sie sind nicht in der Lage, die eigenen Fehler zu reflektieren, da sie in einem geschlossenen ideologischen System gefangen sind. Die Parallelen zu rigiden Sekten sind unübersehbar. 

Wenn Politik zu einer Augenkrankheit mutiert, welche die Wahrnehmung der Realität des eigenen Volkes verhindert, erinnert dies an Herrschaftsverhältnisse aus feudalen Zeiten, die man sich nicht mehr wünscht.

Wer ist für wen da?

Gute Politik braucht Bodenhaftung und Visionen zugleich. Beides muss sich am Wohl des Volkes orientieren und seinen Wohlstand mehren. Soweit die Theorie. 

Politik wird derzeit nicht für das deutsche Volk gemacht, worauf alle Minister und der Kanzler ihren Eid geschworen haben, sondern für die eigene Klientel und die Interessenvertreter der eigenen Ideologie in NGO und zahllosen Vorfeldorganisationen. Die grünen Bundesministerien werden immer mehr mit grünen Ideologienetzwerkern unterwandert. Es geht nur noch darum, die eigene sektiererische Ideologie durchzudrücken. 

Dies ist psychologisch nur möglich, weil man sich im Besitz des wahren Wissens in Sachen Zukunft wähnt. Auch bezieht man sich gerne auf die globale Menschheit, den globalen Süden, die benachteiligten Gruppen weltweit im Sinne der beliebten, aber rein utopischen, intersektionalen Theorien. Kein Wunder, dass dann führende grüne Politiker äußern, dass ihnen ihre deutschen Wähler gleichgültig sind oder dass sie die Nation verachten. 

Dies ist unerträglich und unzulässig, insbesondere wenn man von den Steuergeldern dieses Landes fürstlich bezahlt wird. Die Regierten sollten dies deutlich registrieren und von ihrer Mündigkeit und ihren Freiheitsrechten Gebrauch machen. Die Regierenden müssen an ihren Eid erinnert und daraufhin verpflichtet werden, zum Wohle des hiesigen Volkes zu handeln, sich nicht an sozialwissenschaftlichen Utopien zu orientieren und nicht die Grundlagen von gesellschaftlichem Frieden, Wohlstand und Freiheit zu zerstören.

Die Menschen wenden sich in Massen von den Vertretern der Ampelparteien ab, werden apathisch, resignieren oder werden zu AfD-Protestwählern. Die drei Parteien der Koalition hätten bei aktuellen Wahlen keine Mehrheit mehr. Dass sie dies den Wählern in die Schuhe schieben und ihnen gefährlichen Rechtsextremismus vorwerfen, zeigt nur ihre Unfähigkeit zur Selbstreflexion. 

Die Regierenden reagieren wie unreife Kinder, denen man nicht genügend Liebe und Aufmerksamkeit schenkt. Dabei sollte es umgekehrt sein: Reife, kluge und weise Politiker sind in der Lage, ihr Volk zu lieben und gut zu führen. Wenn sie die Liebe ihres Volkes dauerhaft verlieren, wissen sie, dass sie auf einem Irrweg sind. Das wussten schon Solon, Perikles, Marc Aurel und andere kluge Menschen der Geschichte. 

Heute sammeln sich immer mehr infantile, unreife, ungebildete und verblendete Menschen in der Politik und suchen Macht. Das, was sie verbreiten, ist oft blanker Unfug und schiere Demagogie. In der Sozialpsychologie ist schon lange bekannt, dass schlechter Inhalt, der mit Inbrunst und dem Habitus des Rechthabens verbreitet wird, den größten Anklang bei den Massen findet. 

Manche Menschen wachsen an Krisen

Immer mehr Menschen machen sich aber auch unter der realen Not, den vielen Krisen und der Abwärtsbewegung des Landes auf den Weg, kritische, mündige Bürger zu werden, die ihre Meinung artikulieren und die Volksvertreter in die Pflicht nehmen. Die Menschen im Land werden unruhig, unzufrieden und wach. 

Dafür genügt nicht das Kreuzchen alle vier Jahre auf dem Wahlzettel. Die kontinuierliche, kritische Begleitung der Herrschenden ist das Gebot der Stunde. Je ideologiebesetzter und blinder in ihrer Engstirnigkeit diese sind, desto wichtiger wird der mündige Bürger. 

Da er sich schon seit Jahren nicht über die öffentlich-rechtlichen Medien, deren vornehmste Aufgabe die kritische Reflexion der Regierungsarbeit wäre, artikulieren kann, da diese im Sumpf ihres verkommenen Journalismus versunken sind, bleiben nur noch die alternativen Medien als fünfte Macht im Staat. Dass diese fünfte Macht im Staat nötig ist, ist einerseits ein desaströses Zeugnis für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die Verwaltungen und die höchste Gerichte, zeugt aber andererseits von der Energie und Vitalität vieler Bürger. 

Pseudoreligiöse Ideologien

Die jahrelang durch öffentliche Angstinszenierung bezüglich Klimahysterie, sozialen Konformitätsdruck für Quoten- und Gleichstellungspolitik und die Propagierung von Scheinrassismus als schwerwiegendes gesellschaftliches Problem erzeugte hysterische Stimmung brachte die Grünen schließlich in die Regierung. Dort angekommen, verwechseln sie nun ihre Filterblasen und Netzwerke immer wieder mit dem Volk. 

In ihren Think Tanks haben sich rigide Ideologien von Klimazukunft, Gendergerechtigkeit, Geschlechtsidentitäten und sozialer Gerechtigkeit entwickelt, die nicht mehr anschlussfähig an die Werte und Einstellungen der großen Bevölkerungsmehrheit sind. Die verstaubten und unflexiblen linksgrünen Ideologien sind inzwischen rückschrittlicher als die Meinungen der großen Bevölkerungsmehrheit. Diese ist offen für Geschlechtergerechtigkeit, sexuelle Minderheiten, Umweltschutz und Klimapolitik, ohne die rigiden Verengungen der Ideologien mitzugehen. 

Vor allem als Klimaapokalyptiker und pseudowissenschaftliche Klimaalarmisten haben sie die Menschen über Jahre hinweg mit Hilfe ihrer Aktivisten (FFF, Letzte Generation) und der willfährigen ÖRR-Medien in eine hochstressige alarmistische Dauererregung von Angst und Panik versetzt. Immer mehr Zuschauer wenden sich von dieser Berichterstattung ab, die volkspädagogischen Charakter hat, anstatt die Menschen kritisch zu informieren. 

Eine fatale politische Blindflugmentalität hat sich in den linksgrünen realitätsbefreiten Ministerien und ihren NGO sowie Echokammern entwickelt, die dann solche utopistischen Windeier wie das Heizungsgesetz (GEG), das neue Heizungskontrollgesetz für die Wirtschaft (wohlklingend Energieeffizienzgesetz EnEfG genannt), die feministische Außenpolitik oder die hypermoralische inszenierte Rückgabe von Benin-Bronzen an einen Nachfolgefeudalherrn früherer schwarzer Sklavenhändler im heutigen Nigeria erzeugt. 

Nicht nur gegenüber den Menschen befindet sich die Ampel-Regierung im Elfenbeinturm, sondern gegenüber der ganzen Welt isoliert sich Deutschland immer mehr. Auch international wird der Lieblingsort führender Minister der Elfenbeinturm, aus dem heraus andere Länder wirklichkeitsfern und undiplomatisch belehrt werden. 

Deutschland unter seiner derzeitigen Regierung geht einen in der Welt einzigartigen Sonderweg, auf den Bürger anderer Länder mit Kopfschütteln reagieren oder sich lustig machen. Wenn Deutschland in seiner Geschichte Sonderwege beschritten hat, hat das nie gut geendet. Die Ampelregierung verspielt in kürzester Zeit das Ansehen und den Wohlstand des Landes.

Im Elfenbeinturm

Ein besonders problematischer Aspekt ist, dass sich große Teile der Regierung und des Führungspersonals mit den ihr vorgeschalteten NGO in geschlossenen Zirkeln verheddert haben. Diese kommunizieren nicht mehr mit der Bevölkerung, und umgekehrt besteht keine Möglichkeit, mit den inneren Kreisen der linksgrünen Zirkel in einen Dialog zu treten. 

Regierungssitz ist ein Elfenbeinturm, in dem die woken Denkblasen der letzten 20 Jahre vor sich hingegoren haben, um immer extremere gesellschaftliche Ideen und Experimente zu ersinnen. Hier eine Antirassismusbeauftragte, die in Zirkelschlüssen von willfährigen Wissenschaftlern immer neue Belege für den Rassismus der deutschstämmigen Bevölkerung produzieren lässt, dort ein hyperaktiver Queer-Beauftragter, für den jede Kritik der wild zusammengewürfelten sexuellen Minderheitengruppierung mit den volatilen Buchstaben- und Zahlenvariablen (LGBTQIA+ …) als ein Beleg des Hasses auf ebendiese Gruppen bedeutet. 

Die inflationär ernannten Beauftragten für die linksgrünen Lieblingsthemen erfüllen in erster Linie Propaganda- und Indoktrinationsaufgaben. Sie sind die Gralshüter des Regierungselfenbeinturms im Inland. 

Die Abwehrstrategie bei Kritik ist immer wieder dieselbe, deshalb leicht durchschaubar und ermüdend: Wann immer die linksgrünen Ideologien hinterfragt oder auf Evidenz geprüft werden – wie bei Gendersprache, Antirassismus, Klimapolitik – handelt es sich um Verleugnung, Menschenrechtsverletzung oder einen rechtsextremen Angriff. Es darf nicht deutlich werden, dass diese vermeintlich eindeutigen Realitäten doch nur rigide Ideologien darstellen. 

Es stimmt was nicht mit dem Parteinachwuchs

Dass es sich beim deutschen Regierungselfenbeinturm nicht um einen Turm der Dichter und Denker handelt, sondern um einen Tummelplatz des akademischen Prekariats, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Er ist nicht unwesentlich bestückt mit Bildungsversagern, Studienabbrechern und Nutznießern von Strippenzieher- und Hinterzimmerabsprachen. Erinnert dies nur zufällig an das, was man früher Glücksritter nannte? 

Aber sie haben zumindest einen hervorragenden Machtinstinkt und ebenso gute Manipulationsfähigkeiten, so dass sie es schaffen, in den diversen Parteien nach oben zu kommen. Personen wie Lang, Kühnert, Göring-Eckhardt, Roth usw. sind auf Gedeih und Verderb ihrer Parteiideologie ausgeliefert und dürfen niemals von dieser abweichen, weil es für sie kein Leben außerhalb der Glaskugel Politik gibt. Sie sind Parteisoldaten, auch wenn sie in ihrer jeweiligen Partei Vorsitzende werden. Sie stellen das Idealbild des Apparatschiks dar, der nur durch, im und wegen des Parteiapparats Karriere gemacht hat. 

Man kann diese neue Generation von Politikern ambivalent betrachten: Es fehlt ihnen einerseits an intellektueller Kompetenz und persönlicher Stärke, sie sind andererseits extrem anpassungsfähig, meist verbal geschickt, verwandeln ihre Defizite in Vorzüge und zeigen eine hohe emotionale Intelligenz, mit der sie die eigenen sozialen Netzwerke bedienen, von denen sie dann wiederum gefördert und gesteuert werden. 

Viele dieser Politiker mäandern lieber durch die Talk-Shows als für Politikqualität zu sorgen. Oder sie sind in Tanzvideos zu sehen. Das kann ein schöner Ausgleich zum politischen Tagesgeschäft sein, sollte jedoch nicht die Hauptqualifikation darstellen. Das ist für einen Berufspolitiker und dessen Monatsbezüge schlichtweg zu dünn. Dies alles mag ja zur narzisstischen Optimierung des einzelnen Nachwuchstalents dienen, reicht aber nicht, um ein Land mit mehr als 80 Mill. Einwohnern kompetent und verantwortlich im Parlament zu vertreten und für gute Gesetze zu sorgen. 

Außerhalb ihrer Blasen, in der realen Welt und bei den Menschen im Land, erhalten sie so gut wie keinen Widerhall. So hatte die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang in ihrem Wahlkreis Backnang bei der Bundestagswahl nur einen Erststimmenanteil von 11,5 Prozent (Zweitstimmenanteil für die Partei: 13,7 Prozent). Ganz ähnlich die ehemalige grüne Vorsitzende Katrin Göring-Eckardt in ihrem Wahlkreis Weimarer Land II: Erststimmenanteil 11,5 Prozent, Zweitstimmenanteil für die Partei: 13,2 Prozent. Das Volk hat ein feines Gespür, welche Politiker Funktionäre und Apparatschiks darstellen und welche Persönlichkeit und Charisma besitzen. Aber man sollte die Parteisoldaten dieser Art nicht unterschätzen: Sie sind meist machtgierig, intrigant und narzisstisch. 

Ein gestörtes Verhältnis

Volk und Regierung stehen in einem natürlichen Spannungsverhältnis. Mehrt die Regierung das Wohl des Volkes und wendet Schaden von ihm ab, wie dies unser Grundgesetz fordert, oder führt die Regierung anderes im Schilde? Allzu oft verfolgen Regierungen narzisstische, irrationale oder dissoziale Ziele, lehrt die Geschichte. Um die Regierung zu kontrollieren, gibt es im modernen Staat die parlamentarische Kontrolle und die dritte und vierte Macht (Jurisdiktion, Presse und Medien). Die Gegenwart zeigt jedoch, dass diese Kontrolle immer schlechter gelingt. 

Verantwortlich dafür sind korrumptive Netzwerke, die die Gesellschaft immer mehr unterwandert haben und – letzten Endes – allzu menschliche Eigenschaften: Gefallsucht, Egoismus, Gier, Angst, Mangel an Rückgrat, Unreife uvm. Letzten Endes sind die gegenwärtigen Polit-Akteure nicht in der Lage, die Menschen im Land so anzunehmen, wie sie sind, sondern kommen ihnen immer wieder mit Umerziehungsreflexen, neuerdings nicht nur beim Sprechen und Heizen, sondern auch beim Essen. Der Fleischkonsum soll drastisch reduziert werden. Psychologisch wäre an dieser Stelle eine Bindungsstörung zwischen Regierung und Volk zu diagnostizieren. Wo keine Akzeptanz und Liebe zu den Menschen vorhanden, entsteht auch keine Sicherheit und kein Optimismus.

Distanz zum Volk und Verarmung als Notsignale

Über Jahrhunderte haben feudale und diktatorische Herrscher – bis auf wenige Ausnahmen – ihre Völker wahlweise ins Verderben geführt (30-jähriger Krieg; 1.- und 2. Weltkrieg), verhungern lassen oder sich neben der Erhebung von Steuern schlichtweg nicht um ihre Untertanen gekümmert. Immer wenn eine Herrschaft eine zu große Distanz zu ihrem Volk hatte und es gleichzeitig extrem ausbeutete, stürzte dies die Menschen ins Unglück. 

Von der französischen Königin Marie-Antoniette, die später geköpft wurde, stammt angeblich der Satz, wenn das Volk hungert, solle es doch Kuchen essen. Die übermäßige Distanz der Herrschenden zum Volk ist ein traditionelles Merkmal feudaler Regime. Sie versuchten, ihre Legitimation als gottgegeben („Von Gottes Gnaden“) herzuleiten. Dies ist heute in säkularen Zeiten so einfach nicht mehr möglich. 

Aber auch revolutionäre Herrscher verloren in Windeseile den Kontakt zu ihrem Volk. Maximilien de Robespierre sagte im Februar 1793 – also keine vier Jahre nach Beginn der Französischen Revolution – zu den Hungerunruhen und Plünderungen des Volkes in Paris, dass das Volk doch würdigere Ziele haben sollte, als nur nach jämmerlichen Nahrungsmitteln zu geifern. 

Heutzutage zeigt sich immer mehr, dass auch in parlamentarischen Demokratien die Regierenden die Bodenhaftung und den Kontakt zum eigenen Volk dauerhaft und in beängstigender Weise verlieren können. Wenn sie von pseudoreligiösen Konzepten – wie derzeit in den Bereichen Klima- und Migrationspolitik – gesteuert sind, wird es besonders riskant für das Volk. 

Dies ist besonders problematisch, wenn obendrein die dritte Macht (Jurisdiktion) und vierte Macht (besonders die ÖRR-Medien) ihre Kontroll- und Korrekturfunktionen nicht mehr erfüllen. Wer von seiner Regierung nicht chronisch angelogen werden möchte – wie z.B. wiederholt grüne Spitzenpolitiker über die Kosten der neuen Energiepolitik oder sinkende Strompreise in der Zukunft logen – muss mündiger Bürger werden. 

Nur aus einer kritischen Perspektive lassen sich die Unzulänglichkeiten, die Propaganda und der Betrug von Politikern und im ganzen politischen System aufdecken. Dafür ist es höchste Zeit. Schon gegenüber früheren Regierungen wäre es nötig gewesen, mehr Kritik und bürgerschaftliche Mündigkeit zu zeigen. 

Die heutige Situation erinnert durchaus an frühere Epochen: Die Regierung kümmert sich immer weniger um die realen Sorgen und Nöte der Bürger, verfolgt rigide die Konzepte einer realitätsfernen Elite und setzt via neuer Gesetze die Verarmung großer Teile des Volkes in Gang. Eine gefährliche Mischung aus Risiken, die schnellstens gestoppt werden muss. Dazu ist die parlamentarische Demokratie, die Angst vor Plebisziten hat, jedoch zu schwerfällig.

Dem Volk einen Bären aufbinden

Die Realitätsferne der Regierenden zeigt sich besonders in der Extremität ihrer Konzepte. Die Bevölkerung glauben zu machen, dass der teure Austausch von Millionen Heizungen im Land einen relevanten Beitrag zur Rettung des Weltklimas leistet und dass diese Rettungsmaßnahmen überhaupt so überstürzt notwendig sind, zeigt schon, wie verquer die innere Welt der grünen Ideologen ist. Dass ihre akademisch-wissenschaftliche Qualifikation überwiegend dürftig ist, erhöht ihre Anfälligkeit für pseudoreligiöse Vorstellungen. 

Im Bereich der Gesellschaftspolitik wird die Bevölkerung mit hypergenderistischen Ideen ebenfalls ins Irrationale geführt: Schwangere oder menstruierende Männer sind ebenso biologischer Unfug wie Frauen, die Kinder zeugen. Dies alles ist unter dem Aspekt hyperindividualistischer Identitätsbildung möglich, aber dann betrifft es die psychologische Innenwelt einzelner Menschen bezüglich ihrer sexuellen Identität und nicht die Realität eines ganzen Landes einschließlich der Agitation im Vorschul- und Grundschulbereich für biologiefeindliche Konzepte. 

Dass es den Regierenden und ihren journalistischen Sympathisanten in den Echokammern der Medien derzeit gelingt, der Bevölkerung in so wichtigen Bereichen wie Klimapolitik, Migration, Gendersprache und Geschlechterverhältnis jeweils einen Bären aufzubinden, zeigt, wie weit die Indoktrination und Hypnotisierung weiter Teile der Bevölkerung vorangeschritten ist. 

Dagegen hilft nur kritisches Denken, Mündigkeit und Reflexion. Die Bären könnten sich allzu bald in apokalyptische Reiter für Armut, Unfreiheit und Zerfall der Gesellschaft verwandeln. 

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