Wie hältst du’s mit Snowden und Assange?

So gut wie jeder hat in seinem Umfeld das, was ich „Lemminge“ und andere „Schlafschafe“ nennen: Abends aufs Sofa fläzen, Antennen auf Empfang, Tagesschau an, Hirn aus.

Auch ich bin mit einem solchen Lemming in meinem Umfeld gesegnet. Der gute Mann ist leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Anfang August bin ich bei ihm und seiner Frau zu Besuch. Das Gespräch fällt auf seine neueste Fahrradstrecke. Er erzählt: 

„Beim letzten Mal bin ich durch so ein Nazi-Dorf gefahren. Überall Deutschlandflaggen. Ein Auto stand vor mir an der Ampel. Der hatte einen Aufkleber auf der Scheibe, auf dem stand: ‚Was wäre hier los, wenn alle aufwachen und merken würden, was hier los ist?‘ Nicht mal beim Fahrradfahren habe ich Ruhe vor diesen Schwurblern, die denken, es gäbe Verschwörungen und Bill Gates sei der Teufel.“

Mir ist spontan nichts eingefallen; ich habe nichts gesagt. Auf der Rückfahrt habe ich darüber nachgedacht und mich gefragt, in welcher Welt man leben muss, um wirklich zu denken, hier gehe alles mit rechten Dingen zu. Die Antwort ist: In einer Parallelwelt, in der in den letzten Jahre etwas anderes geschehen ist als in meiner.

Sprache

Ich ärgere mich oft über die politischen Begriffe „links“ und „rechts“. Sie verschleiern mehr als sie offenbaren. Wer ist links? Wagenknecht? Olaf Scholz? Sawsan Chebli? Willy Brandt? Alles auf dem Papier Linke, doch die Unterschiede sind gewaltig.

Wer ist rechts? Merz? Alice Weidel? George Bush? William Buckley? Murray Rothbard? Alles auf dem Papier Rechte, doch die Unterschiede sind monumental.

Nichtsdestotrotz haben links und rechts ihre Daseinsberechtigung. Der Sinn von Sprache ist Kommunikation: Wir verbinden Wörter zu Sätzen, weil wir uns so besser mit unseren Mitmenschen verständigen können als durch Rauchzeichen, Augenblinzeln oder Herumspringen. Erst, wenn diese Möglichkeit wegbricht, fallen wir schrittweise auf primitivere Kommunikationsarten zurück. Bestimmt jeder hat schon mal versucht, sich im fremdsprachigen Urlaubsland mit Händen und Füßen verständlich zu machen.

Und zwischen politisch links und politisch rechts gibt es eben doch einige Unterschiede, die ziemlich allgemeingültig sind.

Ein Linker wird heute mit großer Wahrscheinlichkeit:

  • gendern
  • Cannabis-Legalisierung befürworten
  • Abtreibung befürworten

Zumindest mehr als ein Rechter. Doch sind das wirklich die großen Themen in unserem Leben? Entscheidet das über unser Wohlergehen?

Lehren und Lektionen

Lebenserfahrung nennt man die Lektionen und Erfahrungen, die man mit der Zeit macht. Man entwickelt ein Auge für wiederkehrende Muster, eine bessere Menschenkenntnis und sonstige Talente, die die Kinder als elterliche Tyrannei abtun, um nach 20 Jahren dann zu sagen:

  • „Oh, Mama hatte doch recht, ich hätte nicht so viel im Internet sein sollen.“
  • „Hätte ich bloß auf Papa gehört, der Hannes war ein schlechter Freund.“

Was sind die Lektionen aus den letzten Jahren? Eine von vielen lautet, dass links/rechts sich als lausiges Unterscheidungsmerkmal entpuppt hat:

  • Die AfD hat anfangs eindringlich vor Corona gewarnt, dann schwenkte sie um. Ist das rechts?
  • Die Regierung Merkel hat Corona anfangs gelassen gesehen. Dann schwenkte sie um. Ist das links?
  • Trump, Sebastian Kurz und Boris Johnson haben Lockdowns verhängt. Ist das rechts?
  • Morrison in Australien hat sogar Lager für PCR-Positive gebaut. Ein Rechter?
  • Lauterbach, Biden und Sanchez haben auch mitgemacht. Alles Linke?
  • Ardern in Neuseeland hat auch Lager gebaut. Eine Linke?

Nicht nur bei Corona kann man das beobachten, sondern auch bei Polizei, Zensur und Militär. All das waren früher mal rechte Domänen. Und heute? –Da es in Deutschland keine guten Umfragen gibt, denen ich traue, zeige ich es anhand von Daten aus den USA:

Linke sind die größten Befürworter von Zensur:

Nicht nur das. Es sind nun auch die Linken, die CIA, FBI und NSA verteidigen. Wer es wagt, diese Institutionen zu kritisieren, gilt als Putin-Troll.

Die wenigen Stimmen, die diese Institutionen abschaffen wollen, kommen von rechts.

Damit habe ich gezeigt, dass sich nicht nur verschoben hat, was links und rechts ist, sondern dass diese Unterscheidung auch keine klare Trennlinie bietet.

Eine bessere Metrik muss zumindest das leisten. Sie muss jedem Menschen erlauben, sofort zu wissen, woran er ist. Ich habe einen Vorschlag für eine solche Metrik: Die Meinung zu Julian Assange und Edward Snowden.

Wahre Helden

Beide Männer haben ein bequemes Leben in der IT aufgegeben und im wahrsten Sinne des Wortes den Tod in Kauf genommen, um uns zu warnen. Sie hätten das nicht tun müssen. Sie sind nicht die Söhne einer Familie in Afghanistan, die von US-Drohnen beim Familien-Spaziergang getötet wird. Sie haben es aus Prinzipientreue getan.

Assange hat Wikileaks gegründet und betrieben. Eine Plattform, die ein fundamentales Problem früherer Whistleblower gelöst hat: Die Pflicht, einem Medienhaus zu vertrauen. Über Wikileaks konnte jeder Dokumente veröffentlichen, ohne in Erscheinung treten zu müssen.

Snowden hat die größte Überwachungs-Kampagne der Menschheitsgeschichte aufgedeckt. Wir alle werden in diesem Moment überwacht. Die NSA weiß, wer wann aufwacht, wo er wie lange ist, kann alle Nachrichten aller Menschen mitlesen, dessen Datenverkehr über US-Server läuft.

Die Enthüllungen von Assange und Snowden sind ein Traum für Frieden, Transparenz und Verantwortung. Doch genau das macht sie zur Zielscheibe für Kriegstreiber, Profi-Betrüger und Berufslügner. Kurz: für Politiker.

Deswegen wird Julian Assange im Hochsicherheitsgefängnis in Großbritannien festgehalten. Die Massenmörder, Vergewaltiger und Kinderschänder, neben denen er einsitzt, haben größtenteils keine Einzelhaft. Er schon. Wohlgemerkt ohne Prozess, geschweige denn Urteil. Ihm droht die Auslieferung in die USA, wo das Regime ihn bis an sein Lebensende einsperren will.

Edward Snowden wollte aus Hongkong über Moskau nach Südamerika fliehen. Obama hat gewartet, bis er kurz vor Moskau war und hat dann seinen Reisepass annullieren lassen. Ohne Reisepass ist er in Russland gestrandet, konnte nicht weiter fliegen und somit konnte das Narrativ gesponnen werden, er sei ein russischer Agent in Diensten Putins. Wie praktisch.

Auf beide hat die CIA bereits Anschläge geplant. Der eine ist in Einzelhaft, der andere kann kein normales Leben führen, sondern lebt in einem fremden Land und muss jede Sekunde mit einem Attentat rechnen.

Erkenntnisse

Diese Situation macht die Meinung zu Assange und Snowden zu dem besten mir bekannten Kriterium, um einen Menschen politisch einschätzen zu können.

Ich weiß nicht genau, was die Rolle des WEF ist. Warum Bill Gates diese Teufeleien anzettelt und wer den Text auf Joe Bidens Teleprompter diktiert. Ich weiß nicht genau, was nach Corona kommen wird.

Aber ich weiß, dass hier was nicht stimmt. Julian Assange und Snowden werden gejagt, aber die Menschen, deren Verbrechen sie aufgedeckt haben, laufen nicht nur frei herum. Sie kriegen Nobelpreise, werden in Talkshows eingeladen und vom Secret Service beschützt. Sie sind Multimillionäre, haben Strandvillen und verkehren in erlesenen Kreisen.

Bildquelle: Fortune.com

Wer das Unrecht erkennt, das Assange und Snowden widerfährt, hat genau die gleiche Erkenntnis gehabt: Hier stimmt was nicht und zwar gewaltig nicht.

Kämpfer für Assange und Snowden wissen, dass es eine Herrscher-Klasse gibt, die im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht, um Macht und Einfluss zu vergrößern. Die Kriege plant, provoziert und eskaliert. Die Menschen alleine sterben lässt und Kindern Stäbchen ins Hirn bohrt, um eine von ihr geplante Pandemie am Laufen zu halten.

Ich habe mal von Jeff Bezos gehört, dass er seine Entscheidungen nach dem Drehtür-Prinzip fällt. Er unterteilt sie nach „Es gibt ein Zurück“ und „Es gibt kein Zurück“. Erstere umfassen Dinge wie die morgendliche Wahl des Hemds oder das Urlaubsziel. Die trifft er schnell und nach Bauchgefühl. Eher mehr Risiko als Vorsicht.

Letztere umfassen Dinge wie Ehe, Scheidung, Kinderwunsch, Wahl des Berufs, Auswandern. Die trifft er nur nach langer Abwägung und sehr sorgfältig. Weil es kein Zurück gibt und wenn doch, dann verbunden mit immensen Kosten. Was auch immer man sonst von Jeff Bezos hält. Das ist ein sehr interessantes Konzept.

Genauso ist es nämlich mit der Erkenntnis, dass hier in unserer Welt, in diesem Moment, Mächte am Werk sind, die über allen Gesetzen stehen. Die sich in irgendeiner Art und Weise absprechen. Es ist kein Zufall, dass aktuell in Kanada, Australien, Großbritannien, Irland, Neuseeland und der EU gleichzeitig an weitreichenden Zensur- und Hassrede-Gesetzen gearbeitet wird.

Wer einmal diesen Gedanken zugelassen hat, für den gibt es kein Zurück mehr. Er sieht Nachrichten als die Propaganda, die sie sind. Er kann die Stimme Lauterbachs nicht ertragen. Ob Prigozhin in Russland, Raketen auf Polen oder zufällig befragte Passanten – er zweifelt, wo andere glauben, und er hinterfragt, wo andere schon eine Flagge im Profil haben.

Genau das macht ihn zu einem Verbündeten, denn sie sind selten: Menschen, die den Mut besitzen, selbstständig zu denken und zu hinterfragen, was scheinbar alle denken.

15-Minuten-Städte, Klima-Lockdowns oder eine neue Plandemie. Was auch immer der nächste Schwindel sein wird: Die Menschen, die für die Freiheit von Assange und Snowden eintreten, werden nicht mitmachen.

Es sind Themen wie Krieg, Überwachung, Privatsphäre, Privateigentum, Zensur und körperliche Selbstbestimmung, die wirklich zählen. Alles andere ist nebensächlich im besten und Ablenkung im schlimmsten Fall.

Ob jemand gendert, ist herzlich egal, wenn euer Sohn an die Ost-Front geschickt wird. Bis zu welcher Woche jemand Abtreibungen erlauben will, ist herzlich egal, wenn das Kartenlesegerät eure EC-Karte nicht akzeptiert, weil ihr die Grenze der 15-Minuten-Stadt erreicht, euer CO₂-Konto überschritten oder den falschen Post über Karl Lauterbach geteilt habt.

Wenn ihr wissen wollt, ob euer Gegenüber bei der erstbesten Gelegenheit versuchen wird, euer Leben zu zerstören, euren Körper zum Staatseigentum zu machen und eure Eltern alleine sterben zu lassen, dann fragt ihn nicht nach Gendersternen, Migration oder Cannabis.

Fragt ihn nach Edward Snowden.

Fragt ihn nach Julian Assange.

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